CDU-Politiker Kuban fordert Merz-Plan und Null-Mehrwertsteuer
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDer CDU-Bundestagsabgeordnete Tilman Kuban fordert kurz vor einer Aussprache der Unionsfraktion über das erneute Wahldesaster der CDU einen umfassenden Entlastungsplan von Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Menschen erlebten jeden Tag, dass Tanken, Einkaufen und Heizen immer teurer würden, zugleich wachse die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz, sagte Kuban dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Kuban verlangt Reform- und Entlastungspaket
Vor diesem Hintergrund müsse der Kanzler jetzt einen klaren Plan für Reformen und Entlastungen vorlegen, so der Abgeordnete. Nötig seien aus seiner Sicht strukturelle Veränderungen für mehr Wachstum und konkrete Maßnahmen, die die Bürger im Portemonnaie spürten. Kuban verbindet seine Forderung nach einem Entlastungsplan mit einem ganzen Bündel wirtschaftspolitischer Vorschläge.
Er nennt unter anderem das Senken der Energiepreise, das Stabilisieren der Lohnnebenkosten sowie eine „Bürokratienotbremse“, um Unternehmen von übermäßigen Vorgaben zu entlasten. Zudem plädiert er dafür, die CO?-Bepreisung auf das europäische Niveau zu führen, um Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen EU-Staaten zu vermeiden.
Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel soll auf null sinken
Als direkte Entlastung im Alltag fordert Kuban, die Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel auf null zu senken. Damit würden Lebensmittel des täglichen Bedarfs günstiger. Es gehe insgesamt darum, den Menschen und Unternehmen wieder „Luft zum Atmen“ zu geben, wie der CDU-Politiker betont.
Nach seinen Worten wäre ein solcher Kurswechsel das Signal, dass die Bundesregierung die Lage erkannt hat und ihre Politik entsprechend ändert. Die Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Unionsfraktion sich mit den jüngsten Wahlniederlagen der CDU und deren Ursachen auseinandersetzt und über die weitere strategische Ausrichtung diskutiert.
Tilman Kuban nutzt die bevorstehende Aussprache der Unionsfraktion nach den jüngsten Wahlniederlagen der CDU, um den Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz zu erhöhen. Sein Katalog aus Steuersenkungen, Entlastungen und Bürokratieabbau zielt auf die Alltagskosten der Bürger und eine wirtschaftsfreundlichere Rahmensetzung.
Hintergrund der Forderung
Die CDU hat bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin deutliche Verluste erlitten und ist in Mecklenburg-Vorpommern sogar aus dem Landtag ausgeschieden. Bundeskanzler Merz hat die Ergebnisse selbst als „Desaster“ bezeichnet und zugleich angekündigt, seine Arbeit fortsetzen zu wollen. Innerhalb der Partei wird nun intensiv darüber diskutiert, wie Profil und Kurs der Union geschärft werden können.
Vor diesem Hintergrund fordert Kuban einen sichtbaren Kurswechsel in der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Die von ihm genannten Maßnahmen – von niedrigeren Energiepreisen über stabile Lohnnebenkosten bis zur Streichung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel – bedienen zentrale Sorgen vieler Haushalte, die mit steigenden Kosten für Tanken, Heizen und Einkaufen konfrontiert sind. Zugleich steht die Frage im Raum, wie solche Entlastungen finanzierbar sind und welche Verteilungseffekte sie hätten.
Bedeutung für Regierung und Bürger
Ein vollständiger Verzicht auf die Mehrwertsteuer bei Grundnahrungsmitteln würde besonders Menschen mit geringerem Einkommen entlasten, weil Lebensmittel im täglichen Budget einen hohen Anteil haben. Gleichzeitig wären dies spürbare Mindereinnahmen für den Staat, die in anderen Bereichen ausgeglichen werden müssten. Die Debatte um die Entlastung der Bürger bei Energie- und Spritkosten und um eine wachstumsorientierte Reformagenda dürfte in den kommenden Wochen eine zentrale Rolle spielen – sowohl in der CDU-internen Auseinandersetzung über den Kurs von Merz als auch in der Abgrenzung zur Opposition.
