Union, Aufnahme

Union gegen Aufnahme palĂ€stinensischer FlĂŒchtlinge

18.10.2023 - 02:00:00

Trotz der dramatischen Lage in Gaza spricht sich die Union gegen eine mögliche Aufnahme palĂ€stinensischer FlĂŒchtlinge aus.

"Die Menschen brauchen humanitĂ€re Hilfe in unmittelbarer NĂ€he zu Gaza, um nach den militĂ€rischen Aktionen gegen die Hamas auch zurĂŒckzukehren", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). "Eine Migrationsbewegung nach Deutschland muss dagegen vermieden werden."

Dobrindt ergĂ€nzte, bei der humanitĂ€ren Versorgung der Menschen aus Gaza "und einer möglichen Aufnahme von Migranten sind die arabischen Nachbarstaaten in der Region verantwortlich, Vorbereitungen zu treffen". Dabei sei finanzielle und logistische UnterstĂŒtzung international möglich, sagte der CSU-Politiker. Auch ParlamentsgeschĂ€ftsfĂŒhrer Thorsten Frei (CDU) forderte die NachbarlĂ€nder zum Handeln auf. "Dass sich unmittelbare Nachbarstaaten einer Einreise palĂ€stinensischer FlĂŒchtlinge verweigern, ist nicht hinnehmbar", sagte Frei der Zeitung. So, wie sich die EuropĂ€ische Union in besonderem Maße um FlĂŒchtlinge aus der Ukraine kĂŒmmere, liegt es auch in der Verantwortung palĂ€stinensischer Nachbarn, den FlĂŒchtlingen Zuflucht zu gewĂ€hren. "Ich hoffe, dass die Bundesregierung bei ihren GesprĂ€chen in der Region auf diese GrundsĂ€tze der Nachbarschaftshilfe hinweist", sagte Frei.

@ dts-nachrichtenagentur.de