Bank, Homeoffice-Streit

Deutsche Bank findet im Homeoffice-Streit vorerst Kompromiss

01.07.2024 - 16:31:48

Trotz der PlĂ€ne von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing, die BĂŒroprĂ€senz zu erhöhen und auf restriktivere Homeoffice-Regeln zu setzen, soll es zumindest in Deutschland fĂŒr die BeschĂ€ftigten nun einen vorlĂ€ufigen Bestandsschutz geben.

Das geht aus einem Schreiben des Konzern- und Gesamtbetriebsrats hervor, ĂŒber das das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) berichtet. In Deutschland arbeitende BeschĂ€ftigte, die bislang an drei Tagen pro Woche von zuhause aus arbeiteten oder die sowohl freitags als auch montags im Homeoffice waren, können diese Arbeitsmodelle zumindest vorlĂ€ufig fortfĂŒhren. Genau diese Praxis hatte Sewing mit einer E-Mail im Februar eigentlich abschaffen wollen.

Er will kĂŒnftig eine Homeoffice-Obergrenze von 40 Prozent durchsetzen und die Kombination von Homeoffice-Tagen am Freitag und am Montag abschaffen. Seither verhandeln die Bank und der Betriebsrat darĂŒber. In dem Schreiben, das auf Anfang Juni datiert, verweist der Betriebsrat auf den Frage-Antwort-Katalog des Instituts und erlĂ€utert diesen. Darin heißt es "nur fĂŒr Deutschland": Obwohl man alle Mitarbeitenden ermutige, "ihre Arbeitsmodelle in Workday zu aktualisieren und neu zu registrieren", sei dies "in Deutschland nicht zwingend vorgeschrieben". Registrierungen aus dem Jahr 2023 blieben "rechtlich gĂŒltig, bis die Deutsche Bank diese Vereinbarungen gegebenenfalls formell aufhebt". Insider bestĂ€tigten der Zeitung, dass dies auf einen vorlĂ€ufigen Bestandsschutz hinauslaufen soll. Eine Sprecherin der Deutschen Bank erklĂ€rte auf Anfrage, das Institut habe in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass es alle BeschĂ€ftigten ermutige, ihre Arbeitsmodelle an die neuen Richtlinien anzupassen. "Gleichzeitig geben wir den Mitarbeitenden aber noch Zeit", sagte sie.

@ dts-nachrichtenagentur.de