Steuern, Arbeitsmarkt

DGB will Vermögensabgabe fĂŒr oberstes Promille der Bevölkerung

03.06.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Um die Löcher im Haushalt zu stopfen, fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund in einem neuen Steuerkonzept eine höhere Abgabenlast fĂŒr Superreiche."Statt fĂŒr die Breite der arbeitenden Menschen den Rotstift anzusetzen und sozialstaatliche Errungenschaften in Frage zu stellen, muss die Bundesregierung endlich die Nutznießer der ungleichen Verteilung in die Pflicht nehmen", sagte der stellvertretende DGB-Vorsitzende Stefan Körzell dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochausgabe).In seinem Steuerkonzept plĂ€diert der Gewerkschaftsbund deshalb fĂŒr eine Reaktivierung der Vermögensteuer.

Stefan Körzell (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Stefan Körzell (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Sie soll fĂŒr jeden Euro gelten, der ĂŒber ein Nettovermögen von einer Million Euro hinausgeht. Bei Verheirateten schwebt dem DGB eine Grenze von zwei Millionen Euro vor.

Körzell pocht zudem auf eine Vermögensabgabe fĂŒr die reichsten Deutschen. Der Gewerkschafter sprach vom "obersten Promille" der Bevölkerung. Diese Abgabe sollte zehn Prozent auf alle privaten Nettovermögen ab zehn Millionen Euro betragen und ĂŒber 20 Jahre abgetragen werden können, erklĂ€rte er.

Er kritisierte, die immer grĂ¶ĂŸeren FinanzierungslĂŒcken in Bund, LĂ€ndern und Kommunen gefĂ€hrdeten zentrale sozialpolitische Eckpfeiler der Gesellschaft. Gleichzeitig wachse die Zahl von Superreichen und deren Vermögen immer schneller an.

Die VorschlĂ€ge sind Teil eines grĂ¶ĂŸeren DGB-Steuerkonzepts. Weitere VorschlĂ€ge sind eine Finanztransaktionssteuer, eine höhere Körperschaftsteuer sowie eine Erhöhung des Grundfreibetrags bei der Einkommenssteuer von 12.348 auf 15.400 Euro. Nach EinschĂ€tzung des DGB könnte das Steuerkonzept mittelfristig insgesamt mehr als 120 Milliarden Euro jĂ€hrlich in die Kassen von Bund, LĂ€ndern und Kommunen bringen.

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