Bahn wechselt Fahrplan und erhöht Preise
10.12.2023 - 11:07:25Bahnfahrer haben seit Sonntag mehr Auswahl bei den Verbindungen, manche Abfahrtszeit hat sich geĂ€ndert und Standard-Tickets werden teurer. Der groĂe Fahrplanwechsel hat einige Ănderungen mit sich gebracht.
Vor allem auf den Strecken zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Berlin und MĂŒnchen ist das Angebot durch zusĂ€tzliche FernzĂŒge gröĂer geworden, wie die Bahn mitteilte. Die störanfĂ€llige Zugteilung in Hamm in Nordrhein-Westfalen fĂ€llt nur noch halb so oft an wie bisher. Berlin erhĂ€lt auĂerdem eine zweite umsteigefreie ICE-Verbindung nach Wien.
Gemeinsam mit den Ăsterreichischen Bundesbahnen und weiteren Eisenbahnunternehmen bietet die Bahn darĂŒber hinaus drei Mal pro Woche eine Nachtzugverbindung zwischen Berlin und BrĂŒssel und Paris an. Der erste Nightjet fĂ€hrt am Montagabend in der Bundeshauptstadt los.
Neue Angebote bringt der Fahrplanwechsel auch zwischen Leipzig, Jena und NĂŒrnberg. Durch das Saaletal werden kĂŒnftig fĂŒnf IC-Verbindungen pro Tag angeboten, hieĂ es. Bisher gab es jeweils nur eine Fahrt. Magdeburg bekommt erstmals eine Verbindung nach Hamburg sowie mehr Direktverbindungen nach Berlin und Rostock. Mehr Fahrten im Fernverkehr werden möglich, weil die Bahn Schritt fĂŒr Schritt neue ICE-ZĂŒge bekommt.
Tickets fĂŒr Fahrten ab dem 10. Dezember sind bereits seit Oktober erhĂ€ltlich. Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag gelten allerdings auch höhere Fahrpreise. Die sogenannten Flextickets kosten dann im Schnitt 4,9 Prozent mehr. Die Fahrkarten heiĂen so, weil sie FahrgĂ€sten eine gewisse FlexibilitĂ€t ermöglichen sollen, besonders bei der Zugauswahl.
Bahncard kĂŒnftig nur noch digital
Der Preis fĂŒr die Bahncard 25 erhöht sich zum Fahrplanwechsel ebenfalls, um drei Euro. Sie kostet dann jĂ€hrlich 62,90 Euro. Inhaber erhalten mit ihr 25 Prozent Rabatt auf jede gebuchte Bahnfahrt. Der Preis fĂŒr die Bahncard 50, mit der Einzeltickets halb so viel kosten, bleibt hingegen gleich. Auch bei den Spar- und Supersparpreisen der Bahn Ă€ndert sich nichts.
Bald soll es die Bahncards nur noch in digitale Form als Beleg auf dem Smartphone geben und nicht mehr als Plastikkarte. Von sofort an werden keine Probe-BahnCards 25 und 50 aus Kunststoff mehr ausgestellt. Diese sind drei Monate lang gĂŒltig. Ab dem zweiten Halbjahr 2024 sollen dann auch die Standard-Bahncards fĂŒr ein Jahr nicht mehr als Plastikkarte ausgegeben werden.
Mit dem Verzicht auf eine anfassbare Karte spare man «eine Menge Plastik», sagte die Bahn-Managerin Stefanie Berk. Zudem könne die digitale Variante nicht vergessen werden oder verloren gehen, wenn sie einmal in der Smartphone-App DB Navigator hochgeladen sei. Nach Angaben der Bahn werden pro Jahr 5,1 Millionen Bahncards ausgegeben. 60 Prozent der Bahncard-Kunden nutzen nach Unternehmensangaben bereits jetzt die digitale Form.





