Schneider will Tempo bei Moor-WiedervernÀssung machen
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Manche halten es wohl fĂŒr eine schöne Naturspielerei â aber die WiedervernĂ€ssung der Moore ist aus meiner Sicht keine TrĂ€umerei, sondern absolut essentiell, betonte Schneider in der Samstagsausgabe der 'Rheinischen Post'.
Moore als Brandherde und Dauergefahr
Gerade im Hohen Venn hÀtte sich gezeigt: Wenn Moore trockengelegt werden, kann es im Inneren zu kaum kontrollierbaren BrÀnden kommen. Ist der Torfboden erstmal trocken, fÀngt er leicht Feuer, und diese sogenannten SchwelbrÀnde können Wochen, manchmal sogar Monate unbemerkt vor sich hinglimmen.Milliarden-Fördertopf und Kooperation mit Landwirten
FĂŒr die geplante Offensive stehen 1,7 Milliarden Euro bereit â ziemlich viel Holz, und doch vielleicht zu wenig angesichts dessen, was nötig wĂ€re. Der Minister will das Thema gemeinsam mit den Landwirten anpacken. Das neue Gesetz zur natĂŒrlichen Infrastruktur ist fĂŒr Schneider dabei ein wichtiger Hebel, damit Projekte zur WiedervernĂ€ssung kĂŒnftig als besonders dringlich gelten und nicht in BĂŒrokratie versinken. Auf die Frage nach einem genauen Zeitplan blieb Schneider wage â 'so schnell wie möglich', gab er zu Protokoll.GröĂere Ziele: Natur als Partner, nicht als Kulisse
Letztlich gehe es ihm darum, zusammenhĂ€ngende NaturrĂ€ume zu schaffen â statt an jeder Ecke ein paar BĂ€umchen zu setzen, wolle er die Natur als echten VerbĂŒndeten gegen den Klimawandel gewinnen. Moore sind dabei fĂŒr Schneider weit mehr als hĂŒbsche Landschaften: Sie funktionieren als natĂŒrliche Wasser- und Kohlenstoffspeicher, was in Zeiten zunehmender Trockenphasen und Hitzesommer buchstĂ€blich Gold wert ist.Die nackten Zahlen: Moore und Klimabelastung
Ein Fakt, der gern untergeht: Ăber 90 Prozent der deutschen Moore sind entwĂ€ssert â das ist eigentlich ein Irrsinn. Immerhin stammen gut 7,5 Prozent des deutschen TreibhausgasausstoĂes allein aus trockengelegten Moorböden. WĂ€hrenddessen sind nasse Moore die absoluten Champions, wenn es um Kohlenstoffbindung unter den Landbiotopen geht.Carsten Schneider macht sich mit Nachdruck fĂŒr die möglichst schnelle Wiederherstellung nasser Moorgebiete stark. Der Grund: WĂ€hrend trockengelegte Moore zu gefĂ€hrlichen Brandherden und ebenso problematischen CO2-Schleudern degenerieren, dienen nasse Moore als stabile Kohlenstoffsenken und natĂŒrlicher Wasserspeicher. Mit 1,7 Milliarden Euro Fördermitteln, UnterstĂŒtzung der Landwirte und einem neuen Gesetz will er das Projekt zur Chefsache machen â skeptisch, ob das am Widerstand in der FlĂ€che tatsĂ€chlich so fix klappt, bin ich persönlich ja trotzdem noch.
Recherchierte Details
Aktuelle Berichte betonen, dass Moore als KlimaschĂŒtzer zunehmend an Bedeutung gewinnen. Forscher mahnen schnellere Gesetzesinitiativen an, denn entwĂ€sserte MoorflĂ€chen tragen fortlaufend zur ErderwĂ€rmung bei. Laut UmweltverbĂ€nden ist der Dialog mit Landwirten elementar, weil FlĂ€chenkonflikte drohen und eine wirtschaftlich tragfĂ€hige Perspektive geschaffen werden muss. Spannend: Neue EU-Vorhaben verlangen von Mitgliedstaaten, Moore wieder in einen naturnahen Zustand zu bringen. In Deutschland gibt es bereits ĂŒber zehn Pilotprojekte, zum Beispiel in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, die zeigen, wie Renaturierung teils gelingt â allerdings meist auf kleiner FlĂ€che und unter zĂ€hen Abstimmungsprozessen. Der Sommer 2024 brachte (mal wieder) Rekordtemperaturen und groĂe Trockenheit, was den Handlungsdruck fĂŒr MoormaĂnahmen deutlich erhöht hat.
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