Sabotage, Berlin

Bahnverkehr Hamburg-Berlin lÀuft wieder nach Plan

10.09.2023 - 10:15:07

Unbekannte TĂ€ter setzen drei KabelschĂ€chte an Bahnstrecken in Hamburg in Brand. Zahlreiche FernzĂŒge zwischen Hamburg und Berlin fallen aus. Nun hat sich der Bahnverkehr wieder normalisiert.

  • Ein Sabotageakt hat den Fernverkehr der Deutschen Bahn zwischen Hamburg und Berlin schwer beeintrĂ€chtigt. - Foto: Gregor Fischer/dpa

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  • FahrgĂ€ste steigen an einem Fernverkehrsbahnsteig auf dem Hamburger Hauptbahnhof in einen Zug nach Köln ein. - Foto: Gregor Fischer/dpa

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  • Reisende im Berliner Hauptbahnhof vor einer Info-Tafel mit Zugverbindungen. - Foto: Paul Zinken/dpa

    Paul Zinken/dpa

Ein Sabotageakt hat den Fernverkehr der Deutschen Bahn zwischen Hamburg und Berlin schwer beeintrÀchtigt. - Foto: Gregor Fischer/dpaFahrgÀste steigen an einem Fernverkehrsbahnsteig auf dem Hamburger Hauptbahnhof in einen Zug nach Köln ein. - Foto: Gregor Fischer/dpaReisende im Berliner Hauptbahnhof vor einer Info-Tafel mit Zugverbindungen. - Foto: Paul Zinken/dpa

Nach einem Brandanschlag in der Nacht zum Freitag hat sich der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin wieder normalisiert. «Es lÀuft alles wieder nach Plan», sagte eine Bahnsprecherin der dpa am Sonntag.

Bereits am Samstagmorgen hatte sich die Lage an den Hauptbahnhöfen in Hamburg und Berlin weitgehend entspannt. In Hamburg standen nur einzelne Reisende an den Gleisen, von denen Verbindungen nach und ĂŒber Berlin abfahren sollten. Auch am Berliner Hauptbahnhof wirkte die Lage ruhig. An den Anzeigetafeln waren einige wenige ZĂŒge als verspĂ€tet angekĂŒndigt, ein Zug nach Hamburg-Altona fiel aus.

In der Nacht zum Freitag waren der Polizei zufolge an drei Stellen im Hamburger Stadtgebiet KabelschĂ€chte an Bahnstrecken in Brand gesetzt worden. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn zwischen Hamburg und Berlin wurde schwer beeintrĂ€chtigt. Insgesamt fielen nach Angaben der Bahn 27 ZĂŒge komplett aus, 65 ZĂŒge fielen teilweise aus, 70 ZĂŒge mussten ĂŒber Uelzen und Hannover umgeleitet werden und verspĂ€teten sich um rund eine Stunde. Das große Chaos an den Hauptbahnhöfen in Hamburg und Berlin blieb allerdings aus.

Faeser will die Bahntrassen besser schĂŒtzen

Auf der linken Plattform Indymedia tauchte ein Bekennerschreiben auf. «Einige Liter Benzin in den KabelschĂ€chten an den Schienen sollten zu möglichst langfristigen AusfĂ€llen oder EinschrĂ€nkungen beim Transport von zum Beispiel im Zuge neokolonialer Ausbeutung und erdzerstörendem Extraktivismus beschafften Rohstoffen fĂŒhren», heißt es in dem Schreiben. Allerdings sollte es bei der Tat demnach um Strecken gehen, «die nicht fĂŒr den Personenverkehr genutzt werden». Dennoch war der Personenverkehr zwischen Berlin und Hamburg stark gestört.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing forderte ein konsequentes Durchgreifen des Rechtsstaats. «Solche AnschlÀge sind eine Form von Terrorismus», sagte der FDP-Politiker.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser will die Bahntrassen besser schĂŒtzen. Der «Bild am Sonntag» sagte die SPD-Politikerin: «Wer die TĂ€ter waren, wird mit Hochdruck ermittelt. Und klar ist nicht erst seit dieser Tat: Wir mĂŒssen unsere Bahn-Infrastruktur noch besser schĂŒtzen. Daher verstĂ€rken wir die VideoĂŒberwachung: Bis nĂ€chstes Jahr erhöhen wir die Zahl der Kameras an Bahnanlagen von 9000 auf 11.000.»

@ dpa.de