Schnell und direkt: Union verschÀrft Hoffenheims Sorgen
21.09.2024 - 17:29:04Mit einem doppelten Tore-Turbo hat Union Berlin seinen blendenden Saisonstart in der FuĂball-Bundesliga fortgesetzt und die Probleme der TSG Hoffenheim massiv verschĂ€rft. Die Eisernen legten durch die Premierentreffer der NeuzugĂ€nge Tom Rothe (3. Minute) und Wooyeong Jeong (5.) frĂŒh den Grundstein fĂŒr den 2:1 (2:0)-Erfolg im Stadion an der Alten Försterei. Der ehemalige Unioner Marius BĂŒlter (67.) konnte fĂŒr die Kraichgauer nur noch verkĂŒrzen.Â
Am vierten Spieltag schoben sich die weiterhin ungeschlagenen Berliner in die Spitzengruppe. Bei Hoffenheim muss sich Trainer Pellegrino Matarazzo nach der dritten Niederlage in Serie und einem viel zu lange mutlosen Auftritt im Tabellenkeller viele unangenehme Fragen gefallen lassen.Â
Vor einem Jahr Real Madrid
Auf den Tag genau vor einem Jahr waren die Eisernen im Sonderflieger aus Madrid heimgekehrt. Damals mit einer Niederlage bei Real in der Glitzerwelt der Champions League. Die Saison nahm einen unheilvollen Verlauf. Jetzt ist man in Köpenick wieder bei sich. Es wird wieder schnörkellos FuĂball gearbeitet. Schön und reich sollen andere sein.Â
Mit der vom neuen Trainer Bo Svensson schnell vermittelten Idee mussten auch die Hoffenheimer klarkommen und das nach zuletzt zwei Niederlagen. Was immer sich Matarazzo als Gegenmittel ausgedacht haben mochte, es wirkte miserabel. Schnelle PĂ€sse in die Spitze, Verwirrung im Strafraum. Union hatte durch die Treffsicherheit der ZugĂ€nge Rothe und Jeong innerhalb von gut fĂŒnf Minuten seine Torbilanz in dieser Saison verdoppelt.Â
WofĂŒr Union wieder steht, ist also klar. Nach Abstiegskampf sieht das in dieser Saison jedenfalls nicht aus. Wie das bei Hoffenheim werden soll, blieb maximal im Vagen. Kein AufbĂ€umen, keine AggressivitĂ€t. So sind schon andere im FuĂball-Dickicht der Alten Försterei gestrauchelt. In der 43. Minute musste Berlins Torwart Frederik Rönnow in seinem 100. Pflichtspiel fĂŒr die Eisernen das erste Mal eingreifen. Der Fernschuss von Tim Drexler war fĂŒr den DĂ€nen kein Problem.Â
Union-PrĂ€sident Dirk Zingler hatte im Sky-Interview bereits eine gewisse PassivitĂ€t in der Schlussphase der ersten Halbzeit bemĂ€ngelt. Der Club-Chef hatte ein NĂ€schen. TatsĂ€chlich lieĂen die Berliner an Schwung nach. Hoffenheim setzte nach und der ehemalige Unioner BĂŒlter erkannte die Zeichen. Sein Treffer per Flachschuss machte das Spiel wieder spannend. Jetzt dominierte und drĂ€ngte die TSG, wie es sich Matarazzo schon vorher erhofft haben mochte - vergebens. Knappe VorsprĂŒnge zu verteidigen, gehörte schon immer zur erfolgreichen Union-IdentitĂ€t.Â


