CDU-GeneralsekretÀr Linnemann will nicht Minister werden
15.04.2025 - 12:12:31CDU-GeneralsekretĂ€r Carsten Linnemann will kein Minister in der möglichen neuen Bundesregierung aus Union und SPD werden. Eine entsprechende Meldung der «Bild»-Zeitung wurde der Deutschen Presse-Agentur in Parteikreisen bestĂ€tigt. Linnemann will CDU-GeneralsekretĂ€r bleiben. Zuvor war spekuliert worden, er könne neuer Bundeswirtschaftsminister werden.Â
Der «Bild»-Zeitung sagte Linnemann: «Wir haben in den letzten drei Jahren hart daran gearbeitet, unsere CDU wieder aufzubauen. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Ich will ihn fortsetzen.» Es brauche eine starke CDU, um den Politikwechsel in Deutschland umzusetzen.
Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld von CDU-Chef Friedrich Merz erfuhr, hatte Merz Linnemann angeboten, ins Kabinett zu gehen oder die Partei auch in Regierungszeiten als GeneralsekretĂ€r weiter mit anzufĂŒhren. Linnemann habe sich nach reiflicher Ăberlegung fĂŒr die Arbeit fĂŒr die CDU entschieden. Merz heiĂe diese Entscheidung fĂŒr sehr gut.Â
Linnemann: Vom Wirtschaftsexperten zum CDU-GeneralsekretÀr
Der 47-jÀhrige Linnemann ist seit Juli 2023 CDU-GeneralsekretÀr und einer der engsten Mitarbeiter des wohl möglichen neuen Kanzlers und CDU-Chefs Merz. In der Amtszeit Linnemanns beschloss die CDU ein neues Grundsatzprogramm.
Linnemann ist seit 2009 Mitglied des Bundestags. Von 2013 bis 2021 war er Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion und damit einer der wichtigsten Köpfe des CDU-WirtschaftsflĂŒgels. In den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD war Linnemann einer der Chefverhandler. Seine zweite groĂe Leidenschaft neben der Politik sei der FuĂball, schreibt er auf seiner Homepage. Seit 2018 ist Linnemann VizeprĂ€sident des Zweitligisten SC Paderborn.Â
Wer wird Nachfolger Habecks?
Vor der Wahl wurde spekuliert, dass Merz ein neues «Superministerium» fĂŒr Wirtschaft und Arbeit anstrebt und Linnemann dafĂŒr ein Kandidat sein könnte. Die Reform des BĂŒrgergelds war ein zentrales Ziel der Union.Â
Das Ressort fĂŒr Arbeit und Soziales bleibt aber bestehen und fĂ€llt laut Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD an die Sozialdemokraten - bei der SPD lĂ€uft aktuell ein Mitgliedervotum ĂŒber den Koalitionsvertrag.Â
Laut Koalitionsvertrag stellt die CDU unter anderem die Leitung des Ministeriums fĂŒr Wirtschaft und Energie. Die ZustĂ€ndigkeiten des bisherigen Bundesministeriums fĂŒr Wirtschaft und Klimaschutz werden geĂ€ndert - der Bereich Klimaschutz geht ins Umweltministerium, das an die SPD fĂ€llt.
Wer neuer Wirtschaftsminister und damit Nachfolger des geschĂ€ftsfĂŒhrenden Ministers Robert Habeck (GrĂŒne) wird, ist offen. Ein Kandidat könnte der CDU-Bundesvize und Energie- und Klimaexperte Andreas Jung sein.





