Wehrdienstgesetz, Spahn

Wehrdienstgesetz: Spahn sieht GesprÀchsbedarf

26.08.2025 - 11:11:00

Unionsfraktionschef Jens Spahn hĂ€lt es fĂŒr möglich, dass das Wehrdienstgesetz im parlamentarischen Verfahren weiter konkretisiert und verbindlicher gestaltet werden muss.

"Wir brauchen 80.000 neue Soldatinnen und Soldaten. Wenn wir das freiwillig schaffen in den nĂ€chsten Jahren, prima", sagte der CDU-Politiker im Inforadio des RBB. "Falls nicht - und das ist der Punkt, den wir noch diskutieren werden, auch im parlamentarischen Verfahren - gibt es Kriterien, wo wir sagen, im Jahr 2027, 28, 29 mĂŒssen wir die Zahl an Soldatinnen und Soldaten erreicht haben. Sonst mĂŒssen wir in die Verpflichtung gehen."

Spahn versicherte, dass er es fĂŒr einen sehr normalen Vorgang halte, dass ein Gesetz dieser Tragweite im Bundestag nochmal beraten und möglicherweise auch verĂ€ndert werde.

Worum es beim Wehrdienstgesetz geht

Der Wehrdienstgesetz-Entwurf von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) soll am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden. Er setzt auf Freiwilligkeit und einen - auch finanziell - attraktiveren Dienst, um mehr junge Leute fĂŒr die Bundeswehr zu gewinnen.

Die Bundeswehr benötigt etwa 80.000 zusĂ€tzliche aktive Soldaten. Denn die Nato hĂ€lt fĂŒr sie eine GrĂ¶ĂŸenordnung von 260.000 fĂŒr erforderlich, um einem Angriff etwa Russlands standzuhalten.

SPD-Verteidigungsexperte: Abwarten, wie das Gesetz wirkt

Die SPD stemmt sich gegen Bestrebungen der Union, das geplante Wehrdienstgesetz in den Parlamentsberatungen nachzuschÀrfen. "Man sollte vielleicht erstmal abwarten, wie ein Gesetz wirkt, bevor man schon vorweg die VerschÀrfung fordert", sagte der SPD-Verteidigungsexperte Christoph Schmid der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag).

@ dpa.de