Blinken bekrÀftigt 'eisernen Verteidigungspakt' mit den Philippinen
19.03.2024 - 10:33:32 | dpa.deHintergrund sind unter anderem GebietsansprĂŒche Chinas im SĂŒdchinesischen Meer sowie ZwischenfĂ€lle zwischen chinesischen und philippinischen Schiffen in dem umstrittenen Gebiet. Die Sicherheitsverpflichtungen gegenĂŒber dem Partner seien "eisern", sagte Blinken am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Enrique Manalo in Manila. "Diese Wasserwege sind fĂŒr die Philippinen, ihre Sicherheit und ihre Wirtschaft von entscheidender Bedeutung", sagte er. FĂŒr "die Interessen der Region, der Vereinigten Staaten und der Welt" seien sie von entscheidender Bedeutung.
Bereits 1951 hatten beide LĂ€nder einen Verteidigungspakt verabschiedet, der eine gegenseitige militĂ€rische Beistandsverpflichtung im Falle eines externen Angriffs vorsieht. Im vergangenen Jahr hatten Manila und Washington zudem ein erweitertes Verteidigungsabkommen und vier neue Orte fĂŒr US-MilitĂ€rbasen in der Region ausgewiesen. Die Philippinen sind Washingtons Ă€ltester Vertragspartner in der Region.
Das chinesische AuĂenministerium kritisierte Blinkens Aussagen. Die USA seien keine Partei in den Fragen zum SĂŒdchinesischen Meer und hĂ€tten kein Recht, sich einzumischen, sagte Sprecher Lin Jian in Peking. Die militĂ€rische Zusammenarbeit zwischen Washington und Manila dĂŒrfe die SouverĂ€nitĂ€t Chinas nicht verletzen. China werde weiterhin notwendige MaĂnahmen ergreifen, um diese zu verteidigen, sagte er.
Erst Anfang MĂ€rz war es im SĂŒdchinesischen Meer erneut zu einem Zwischenfall gekommen. Nach Angaben der philippinischen KĂŒstenwache sollen chinesische Schiffe versucht haben, eine philippinische Versorgungsmission zu blockieren. Unter anderem sollen die Chinesen Wasserwerfer eingesetzt haben. Der Nationale Sicherheitsrat des sĂŒdostasiatischen Inselstaates sprach von gefĂ€hrlichen und illegalen Manövern.
In der umstrittenen Region kommt es immer wieder zu ZwischenfĂ€llen zwischen beiden LĂ€ndern. Um das ressourcenreiche Gebiet weit verstreuter Riffe und Inseln westlich der Philippinen und weit sĂŒdlich von China gibt es seit Jahrzehnten Streit zwischen Peking und Manila. Die patrouillierenden KĂŒstenwachen der LĂ€nder fahren dort regelmĂ€Ăig gefĂ€hrliche Manöver. China reklamiert praktisch das gesamte SĂŒdchinesische Meer fĂŒr sich. Aber auch die Philippinen, Vietnam, Malaysia, Taiwan und Brunei beanspruchen dort Gebiete.
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