Trump: Tesla-Vandalismus schlimmer als Kapitol-Attacke
21.03.2025 - 18:37:25Trump beklagte sich bei einem Auftritt im WeiĂen Haus ĂŒber "brennende VerkaufsrĂ€ume" und Tesla-Autos, "die ĂŒberall brennen, explodieren". Mit Blick auf die TĂ€ter bei diesen SachbeschĂ€digungen sagte der 78-JĂ€hrige: "Das sind Terroristen." Er schob nach: "Das gab es am 6. Januar nicht." Am 6. Januar 2021 sei auch niemand getötet worden, "auĂer einer sehr schönen jungen Frau".
Zuletzt sind in den USA Fahrzeuge der Marke Tesla verstĂ€rkt Ziel von Vandalismus geworden - aus Protest gegen den Firmenchef, Tech-MilliardĂ€r Musk, der momentan ohne jegliches politisches Mandat fĂŒr Trump einen Kahlschlag im amerikanischen Staatsapparat durchsetzt.
Trump hatte sich offen dafĂŒr gezeigt, Gewalt gegen Tesla auch als inlĂ€ndischen Terrorismus strafrechtlich zu verfolgen. Er sagte nun im WeiĂen Haus, die TĂ€ter könnten bis zu 20 Jahre Haft bekommen, "und sie werden es bekommen. (...) Es wird keine mildernden UmstĂ€nde und es wird keine Begnadigungen geben".
Keine Milde fĂŒr Tesla-ZĂŒndler, aber fĂŒr Kapitol-StraftĂ€ter
Die TĂ€ter der Kapitol-Attacke hingegen hatte Trump als eine seine ersten Amtshandlungen, nur wenige Stunden nach seiner AmtseinfĂŒhrung im Januar, begnadigt - und zwar ausnahmslos. Unter ihnen waren GewalttĂ€ter, die Polizisten brutal niedergeprĂŒgelt hatten, und prominente Rechtsradikale, die den Angriff aus der Ferne mit orchestriert hatten.
Am 6. Januar 2021 hatten AnhĂ€nger des damaligen PrĂ€sidenten Trump den Parlamentssitz in Washington gewaltsam gestĂŒrmt. Dort war der Kongress an jenem Tag zusammengekommen, um den Sieg des Demokraten Joe Biden bei der PrĂ€sidentenwahl 2020 gegen Trump formal zu bestĂ€tigen. Trump hatte seine UnterstĂŒtzer zuvor in einer Rede und ĂŒber Wochen zuvor mit unbelegten Behauptungen angestachelt, ihm sei der Wahlsieg durch Betrug gestohlen worden. Trump bemĂŒht sich seit Jahren, den 6. Januar 2021 umzudeuten und herunterzuspielen. Es sei kein Sturm gewesen, sondern ein "Tag der Liebe", behauptete er wĂ€hrend seines Wahlkampfs wiederholt.
Infolge der Krawalle waren damals mehrere Menschen ums Leben gekommen. Darunter waren eine Randaliererin, die von der Polizei erschossen wurde, und ein Polizist, der einen Tag nach dem Einsatz zusammenbrach und starb. Gerichtsmedizinern zufolge erlitt er einen Schlaganfall. Ein Zusammenhang mit den Ereignissen am Kapitol wurde jedoch nicht ausgeschlossen.

