ROUNDUP, Trump

Trump will 'nukleares Friedensabkommen' mit dem Iran

05.02.2025 - 15:10:40

US-PrĂ€sident Donald Trump hat erneut fĂŒr eine VerstĂ€ndigung mit dem Iran im Atomstreit geworben.

"Ich möchte, dass der Iran ein großartiges und erfolgreiches Land wird, das aber keine Atomwaffe haben darf", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Berichte, wonach die USA und Israel den Iran "in die Luft jagen" wollten, seien stark ĂŒbertrieben. Er bevorzuge ein "nukleares Friedensabkommen", das es dem Iran ermögliche, "friedlich zu wachsen und zu gedeihen".

"Wir sollten sofort damit beginnen und eine große Nahost-Feier veranstalten, wenn es unterzeichnet und abgeschlossen ist", schrieb Trump weiter. Der Republikaner hatte sich bereits am Vorabend mit einer Botschaft der GesprĂ€chsbereitschaft an den Iran gewandt, gleichzeitig aber Drohungen ausgesprochen. Seine Regierung werde "maximalen Druck" auf den Iran ausĂŒben, sagte er, unter anderem sollten Sanktionen angestoßen werden.

Iran signalisiert GesprÀchsbereitschaft

Irans Außenminister Abbas Araghtschi deutete nach Trumps Äußerungen vom Vorabend ebenfalls GesprĂ€chsbereitschaft an. "Wenn das Hauptanliegen ist, dass Iran keine Atomwaffen anstrebt, dann ist das erreichbar", sagte er am Rande einer Kabinettssitzung in Teheran. Irans VizeprĂ€sident Mohammed-Resa Aref Ă€ußerte sich zurĂŒckhaltender. Ein hochrangiges Treffen zwischen Trump und Irans PrĂ€sident Massud Peseschkian stehe nicht auf der Agenda.

Die iranische FĂŒhrung sieht die USA als Erzfeind. Die US-Regierung traktiert den Iran auch seit langem mit weitreichenden Sanktionen.

Der Westen hatte der Islamischen Republik in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen, nach Atomwaffen zu streben. Zuletzt hatte sich der Streit um Irans Atomprogramm wieder zugespitzt. Nach einer förmlichen Kritik der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA kĂŒndigte Teheran die Inbetriebnahme Tausender neuer Zentrifugen zur Urananreicherung an. Derzeit reichert der Iran Uran bis zu einem Reinheitsgrad von 60 Prozent an, fĂŒr Atomwaffen werden Experten zufolge mehr als 90 Prozent benötigt.

In seiner ersten Amtszeit als US-PrÀsident war Trump 2018 einseitig aus dem Wiener Atompakt ausgestiegen, der Irans Nuklearprogramm einschrÀnken und im Gegenzug Sanktionen aufheben sollte. Danach hielt sich auch Teheran nicht mehr an die Auflagen des Abkommens.

@ dpa.de

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