Zollstreit, Exporte

Zollstreit bremst deutsche Exporte

06.06.2025 - 08:35:59

US-PrĂ€sident Trump sorgt mit seiner sprunghaften Zollpolitik im weltweiten Handel fĂŒr Verunsicherung. FĂŒr die Exportnation Deutschland ist das Gift. Das zeigt sich in den jĂŒngsten Außenhandelszahlen.

  • Weniger Ausfuhren «Made in Germany» im April (Archivbild) - Foto: Christian Charisius/dpa

    Christian Charisius/dpa

  • Zölle und Handelsschranken belasten den Welthandel (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpa

    Jan Woitas/dpa

  • USA sind Deutschlands wichtigster Handelspartner (Symbolbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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Weniger Ausfuhren «Made in Germany» im April (Archivbild) - Foto: Christian Charisius/dpaZölle und Handelsschranken belasten den Welthandel (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpaUSA sind Deutschlands wichtigster Handelspartner (Symbolbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Der eskalierende Zollstreit mit den USA hat die deutsche Exportwirtschaft im April ausgebremst. Die Unternehmen lieferten in dem Monat Waren «Made in Germany» im Gesamtwert von 131,1 Milliarden Euro ins Ausland und damit 1,7 Prozent weniger als im MÀrz des laufenden Jahres und 2,1 Prozent weniger als im April 2024.

Im GeschÀft mit dem wichtigsten Handelspartner USA gab es einen deutlichen DÀmpfer, wie aus den vorlÀufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht: Zwar gingen auch im April 2025 die meisten deutschen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten, mit 13 Milliarden Euro sanken sie allerdings auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2024. Die Exporte in die USA lagen kalender- und saisonbereinigt 6,3 Prozent unter dem Wert vom April 2024.

Jahresbilanz bislang noch positiv

Im ersten Quartal waren die deutschen Exporte noch gestiegen: Viele GeschĂ€fte waren wegen der bereits absehbaren schĂ€rferen Zollpolitik von US-PrĂ€sident Donald Trump vorgezogen worden. Somit ergab sich nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker fĂŒr den Zeitraum Januar bis einschließlich April ein leichtes Plus bei den deutschen Ausfuhren von 0,2 Prozent.

Anfang April hatte Trump sein XXL-Zollpaket vorgestellt. Nach wie vor gibt es keine grundsĂ€tzliche Einigung zwischen den USA und der EuropĂ€ischen Union ĂŒber die Höhe gegenseitiger Zölle. Erst vor wenigen Tagen hatte Washington die Tonlage wieder verschĂ€rft: Trump verfĂŒgte eine Verdopplung der Zölle auf die Einfuhr von Stahl und Aluminium in die USA von 25 auf 50 Prozent.

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