Kinder- und Jugendmediziner warnen vor Cannabis-Legalisierung
26.07.2023 - 00:05:02"Die LegalisierungsplĂ€ne fĂŒhren zu einer GefĂ€hrdung der psychischen Gesundheit und der Entwicklungschancen junger Menschen in Deutschland", heiĂt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von sechs VerbĂ€nden, ĂŒber die das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochausgaben) berichtet. Beteiligt an der Stellungnahme waren der Berufsverband der Kinder- und JugendĂ€rzte sowie die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.
"Der aktuelle internationale Forschungsstand weist darauf hin, dass eine Legalisierung gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu erhöhtem Konsum und den damit verbundenen GesundheitsschĂ€den sowie zu einer verminderten Risikowahrnehmung gegenĂŒber den Gefahren des Konsums beitrĂ€gt", argumentieren die VerbĂ€nde. Die Mediziner verweisen in ihrer Stellungnahme darauf, dass der Internationale Suchtstoffkontrollrat (INCB) der Vereinten Nationen jĂŒngst dringend von weiteren Legalisierungsbestrebungen abgeraten und vor einem erhöhten Konsum und vermehrten GesundheitsschĂ€den gewarnt habe. "Die KriminalitĂ€t wird mit der Legalisierung nicht eingeschrĂ€nkt", erwarten auch die VerbĂ€nde. "Positive Effekte fĂŒr den Jugendschutz sind mit den LegalisierungsplĂ€nen nicht zu erwarten, da Kinder und Jugendliche vor einem deutlich erweiterten Markt (...) nicht wirksam geschĂŒtzt werden können", kritisieren sie. Die ursprĂŒnglich im Ampel-Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele, mit der kontrollierten Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken die QualitĂ€t der Produkte zu verbessern, die Weitergabe verunreinigter Produkte zu verhindern und den Jugendschutz zu gewĂ€hrleisten, wĂŒrden mit den PlĂ€nen nicht erreicht. Alle VorsĂ€tze, die Legalisierung mit einem bestmöglichen Jugendschutz zu verbinden, hĂ€tten sich in vielen LegalisierungslĂ€ndern als Illusion erwiesen, warnen die MedizinverbĂ€nde.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


