VdK, Mindestlohn

VdK spricht sich gegen Mindestlohn fĂŒr BehindertenwerkstĂ€tten aus

16.04.2025 - 15:24:03

Verena Bentele, PrĂ€sidentin des grĂ¶ĂŸten deutschen Sozialverbands VdK, hĂ€lt den Mindestlohn fĂŒr Menschen, die in BehindertenwerkstĂ€tten arbeiten, nicht fĂŒr die richtige politische Forderung.

"Die Menschen, die dieses System nicht benötigen, sollten nicht den Mindestlohn in der Werkstatt erhalten, sondern in den ersten Arbeitsmarkt wechseln", sagte sie dem "Spiegel". Zuvor hatte Linkenchef Jan van Aken fĂŒr den Mindestlohn auch in den WerkstĂ€tten plĂ€diert. Bentele wies darauf hin, dass diese ein besonderes, "arbeitnehmerĂ€hnliches BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnis" anböten, dessen Ziel die "Teilhabe am Arbeitsleben" sei.

Sie wĂŒrden einen geschĂŒtzten Raum auch fĂŒr Menschen mit sehr schweren BeeintrĂ€chtigungen bieten. Gelte dort der Mindestlohn, wĂŒrden dort auch andere arbeitsrechtliche Regelungen greifen, erklĂ€rte die VdK-PrĂ€sidentin. Diese könnten dazu fĂŒhren, dass die Betroffenen etwa spĂ€ter bei der Rente schlechter gestellt seien als heute. "Statt WerkstĂ€tten attraktiver zu machen, sollte der Staat Inklusionsfirmen besser fördern", sagte Bentele. Sie stellten fĂŒr viele Betroffene eine gute Alternative dar. Dort werde Mindestlohn oder je nach Regelung auch Tarif gezahlt. In Deutschland arbeiten 310.000 Menschen mit Behinderung in spezialisierten WerkstĂ€tten.

@ dts-nachrichtenagentur.de