CSU-GeneralsekretĂ€r: «BĂŒrgergeld braucht keine Reförmchen»
16.06.2024 - 07:12:44 | dpa.deCSU-GeneralsekretĂ€r Martin Huber hat die Ampel aufgefordert, aus dem Anfang vergangenen Jahres eingefĂŒhrten BĂŒrgergeld auszusteigen. «Das BĂŒrgergeld braucht keine Reförmchen, es muss gĂ€nzlich abgeschafft werden. Stattdessen sollte die bewĂ€hrte Sozialhilfe wiedereingefĂŒhrt werden», sagte Huber der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.Â
Die SPD belĂŒge sich mit dem «MĂ€rchen der Arbeitsvermittlung durch BĂŒrgergeld» selbst, so Huber. Studien belegten, dass das BĂŒrgergeld die Arbeitsaufnahme verhindere. Auch zum miserablen Abschneiden der Ampel bei den Europawahlen hat das BĂŒrgergeld nach seiner Darstellung beigetragen. Huber sagte: «Die Ampel tĂ€te nicht nur der Wirtschaft und der arbeitenden Bevölkerung, sondern auch sich selbst mit der Abschaffung einen groĂen Gefallen.»
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker, Berichterstatter der Unionsfraktion zum BĂŒrgergeld, warf der Ampel in der wieder entbrannten Diskussion vor, nun das Pferd von hinten aufzuzĂ€umen. «Man kann Schwarzarbeit nur sanktionieren, wenn man sie auch aufdeckt. DafĂŒr brauchen wir einen besseren Datenaustausch zwischen allen Sozialbehörden. Ansonsten verpuffen die Sanktionen gegen Schwarzarbeiter genauso wie bei den Totalverweigerern», sagte er.
Vor der Fortsetzung der schwierigen Verhandlungen ĂŒber den Haushalt 2025 gibt es eine Debatte um schĂ€rfere Sanktionen bei Missbrauch des BĂŒrgergelds. Die «Bild»-Zeitung hatte am Samstag ĂŒber einen Plan der SPD berichtet, das BĂŒrgergeld bei FĂ€llen von gleichzeitiger Schwarzarbeit zu streichen.
«Es ist nur gerecht, Schwarzarbeit und Sozialbetrug stĂ€rker zu sanktionieren», erklĂ€rte dazu Dagmar Schmidt, Vizechefin der SPD-Bundestagsfraktion, auf Anfrage. «Beides sind keine Kavaliersdelikte, das machen wir schon immer klar.» Zu Details des Berichts Ă€uĂerte sie sich allerdings nicht. GrundsĂ€tzlich hob Schmidt hervor, das BĂŒrgergeld setze «auf die Vermittlung in dauerhafte Arbeit â dazu stĂ€rkt es Qualifikation und Weiterbildung». Das sei auch eine Antwort auf den FachkrĂ€ftemangel.
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