Pistorius lĂ€sst Vorbereitungen fĂŒr Wehrdienst fortsetzen
20.12.2024 - 10:24:09In einem internen Schreiben werden die Abteilungsleiter im Ministerium aufgefordert, das Vorhaben mit aller Kraft weiterzuverfolgen, da es angesichts der Sicherheits- und Bedrohungslage unausweichlich sei.
"Durch das Auseinanderbrechen der Regierungskoalition ist mit einem Inkrafttreten des Gesetzes nicht mehr in dieser Legislaturperiode zu rechnen. Ungeachtet dessen sind wir angewiesen, die Parameter zur EinfĂŒhrung eines Neuen Wehrdienstes weiter auszuplanen und gemeinsam mit der Umsetzung zu beginnen", heiĂt es in der "Weisung Nr. 1 Neuer Wehrdienst", die der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Berlin vorlag.
Die MilitĂ€rplaner nennen konkrete Zielzahlen fĂŒr den Aufwuchs einer deutlichen verstĂ€rkten Reserve der Bundeswehr - beginnend vom kommenden Jahr bis zum Jahr 2033. PlĂ€ne sehen vor, dass sie sich aus einem kĂŒnftigen neuen Wehrdienst speist. In dem Schreiben wird gebeten, den Haushaltsbedarf festzustellen, AblĂ€ufe fĂŒr SicherheitsĂŒberprĂŒfungen oder auch eine Aussetzung zu prĂŒfen und eine Wiedernutzung verfĂŒgbarer Infrastruktur zu untersuchen.
Am Morgen vor dem Scheitern der Ampel-Koalition hatte das Bundeskabinett gesetzlichen Ănderungen fĂŒr die EinfĂŒhrung eines neuen Wehrdienstes in Deutschland zugestimmt. Pistorius beabsichtigt, wieder eine Wehrerfassung zu installieren und fĂŒr junge MĂ€nner eine Auskunftspflicht ĂŒber ihre Bereitschaft zum Wehrdienst einzufĂŒhren. Der Union gehen Pistorius' PlĂ€ne nicht weit genug.
Noch am Freitag sollte sich auch noch der Bundesrat in erster Lesung mit dem Wehrdienstmodell befassen.

