Umfrage: Vielen BĂ€dern fehlt das Personal
25.05.2025 - 14:31:14So hatten 38 Prozent der befragten Hallen- und FreibÀder zu Monatsbeginn noch nicht alle Stellen besetzt. Das geht aus einer Befragung des Verbands kommunaler Unternehmen unter 113 Betreibern kommunaler BÀder in Deutschland hervor. In mehr als jedem vierten Bad seien sogar noch mehr als zehn Prozent der Stellen unbesetzt gewesen.
So etwas wirkt sich mitunter auf die Ăffnungszeiten von FreibĂ€dern aus, die in diesen Tagen in die Saison starten oder schon offen haben. Zwölf Prozent der Betreiber gaben bei der Befragung an, dass sie in der vergangenen Saison wegen Personalmangels oder ĂberfĂŒllung zumindest zeitweilig an Wochenenden hĂ€tten schlieĂen mĂŒssen.
Was bedeutet der Personalmangel fĂŒr Ăffnungszeiten?
"In Deutschland trifft eine hohe Nachfrage bei den BĂŒrgern auf ein knappes Angebot an BĂ€dern und Schwimmmeistern", stellte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbands, Ingbert Liebing, fest. Dieser Trend könne sich durch den demografischen Wandel verschĂ€rfen. "Ăhnlich wie ein Koch in der Gastronomie die Ăffnungszeiten des Restaurants, in dem er arbeitet, bestimmt, wird kĂŒnftig auch das Bademeister-Team ĂŒber die Ăffnungszeiten des Bades entscheiden."
Um die Schwimmmeister zu unterstĂŒtzen, setzen einige BĂ€der dem Verband zufolge auf KI-gestĂŒtzte VideoĂŒberwachung bei der Wasseraufsicht in HallenbĂ€dern. Im Freibad sei der Einsatz von KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) hingegen teurer und komplizierter, weil mehr Kameras nötig seien.
Kann KĂŒnstliche Intelligenz helfen?
Laut der Umfrage beabsichtigen 34 Prozent der befragten Betreiber, KI bei der Wasseraufsicht in den nÀchsten drei Jahren einzusetzen. Noch kommt diese Technik selten zum Einsatz. Kamerabasierte Systeme erkennen zum Beispiel eine ertrinkende Person auf dem Beckenboden und schlagen Alarm.
Solche Systeme gibt es seit rund 20 Jahren. Neu an der KI-gestĂŒtzten Technik ist laut frĂŒheren Angaben der Gesellschaft fĂŒr Badewesen der prĂ€ventive Ansatz - also mögliche BewegungsablĂ€ufe vor dem eigentlichen Notfall als Gefahr zu identifizieren. Dann kann die Badeaufsicht rechtzeitig eingreifen.
Rechtliche Bedenken beim Einsatz von KI
FĂŒr viele Badbetreiber ist der Umfrage zufolge jedoch die rechtliche Situation unklar. Der Gesetzgeber sei mit Blick auf den Datenschutz gefordert. "KI kann Leben retten. DafĂŒr ist der Einsatz wichtig und sollte rechtlich abgesichert werden", forderte Liebing. Einige Befragte verwiesen zugleich auf die teure Anschaffung der Systeme oder sahen ein Akzeptanzproblem bei BadegĂ€sten.
Der "BĂ€deratlas" der Deutschen Gesellschaft fĂŒr das Badewesen listet bundesweit mehr als 6.000 Hallen- und FreibĂ€der auf. Der Verband kommunaler Unternehmen vertritt nach eigenen Angaben mehr als 1.500 Stadtwerke und kommunale Unternehmen in Bereichen wie Energie, Wasser und Abwasser.

