PolizeiprÀsidentin rÀt Juden zu Vorsicht in Teilen Berlins
18.11.2024 - 13:30:36Berlins PolizeiprĂ€sidentin Barbara Slowik hat Juden und Homosexuellen geraten, in bestimmten Gegenden der Hauptstadt besonders vorsichtig zu sein. GrundsĂ€tzlich gebe es zwar keine sogenannten No-go-Areas, also Gebiete, die zu gefĂ€hrlich zum Betreten seien. «Es gibt allerdings Bereiche â und so ehrlich mĂŒssen wir an dieser Stelle sein â da wĂŒrde ich Menschen, die Kippa tragen oder offen schwul oder lesbisch sind, raten, aufmerksamer zu sein», sagte Slowik der «Berliner Zeitung».Â
Slowik spricht von «offener Judenfeindlichkeit»
Sie wolle dabei keine bestimmte Gruppe von Menschen als TĂ€ter «diffamieren», sagte Slowik weiter. Zugleich erklĂ€rte sie: «Leider gibt es bestimmte Quartiere, in denen mehrheitlich arabischstĂ€mmige Menschen wohnen, die auch Sympathien fĂŒr Terrorgruppen hegen. Offene Judenfeindlichkeit artikuliert sich dort gegen Menschen jĂŒdischer Glaubensrichtung und Herkunft.»Â
Slowik betonte: «Die Gewaltdelikte gegen jĂŒdische Menschen fallen glĂŒcklicherweise gering aus, wobei ohne Frage jede Tat eine zu viel ist. Dass Angst und Sorge bleiben, kann ich dennoch verstehen.» Menschen aus der jĂŒdisch-israelischen Community in Berlin wĂŒrden die Gesamtzahl antisemitischer Straftaten wahrnehmen. Seit dem 7. Oktober 2023 habe die Polizei ĂŒber 6.200 Ermittlungen zum Thema Antisemitismus und Volksverhetzung eingeleitet. Das steigere verstĂ€ndlicherweise die Furcht innerhalb der Community, Ziel einer Attacke zu werden.
Ein groĂer Teil der Ermittlungen befasse sich mit Hasspostings im Internet, auĂerdem SachbeschĂ€digungen und Propagandadelikten. Bei 1.300 Ermittlungen wegen Gewalttaten gehe es meist um Angriffe oder Widerstand gegen Polizisten bei Demonstrationen.





