Ministerin, Warken

Ministerin Warken: Brauchen viel mehr Organspenden

07.06.2025 - 11:54:41 | dpa.de

Viele Menschen warten auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Die zustÀndige Ministerin richtet einen Appell an die Menschen.

Ministerin Warken ruft zu Bereitschaft fĂŒr Organspenden auf. (Symbolbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa/dpa-tmn
Ministerin Warken ruft zu Bereitschaft fĂŒr Organspenden auf. (Symbolbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa/dpa-tmn

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die Menschen aufgerufen, sich als potenzielle Organspender zur VerfĂŒgung zu stellen. «Organspende rettet Leben. Es gibt viele Menschen, die dringend auf eine Organtransplantation angewiesen sind. Wir brauchen daher deutlich mehr Organspenden als bisher», schrieb die CDU-Politikerin auf der Plattform X zum Tag der Organspende. Die Ministerin appellierte an alle, die zu diesem Schritt prinzipiell bereit sind: «Sprechen Sie darĂŒber mit Angehörigen, dokumentieren Sie Ihre Entscheidung – ob in einem Organspendeausweis oder im Organspenderegister.»

In dem vor gut einem Jahr gestarteten Register haben inzwischen rund 319.200 Menschen ErklĂ€rungen zu ihrer generellen Spendenbereitschaft festgehalten. Dabei stimmten 82,9 Prozent Organentnahmen nach dem Tod uneingeschrĂ€nkt zu, wie das Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte als Betreiber auf Anfrage mitteilte. Einen Widerspruch dokumentierten 8,1 Prozent.

Lange Wartelisten auf Spenderorgane

Das Portal www.organspende-register.de ist seit MĂ€rz 2024 online. Dort kann man ab dem Alter von 16 Jahren dokumentieren, ob man zu einer Spende nach dem Tod bereit ist oder nicht. Die Angaben sind freiwillig und können jederzeit geĂ€ndert und gelöscht werden. Organspendeausweise und andere ErklĂ€rungen auf Papier sind weiter möglich. Das Register ist Kern eines Gesetzes von 2020, das auf mehr Information und leichteres Dokumentieren von Entscheidungen zielt. Demnach soll man sich auch auf Ämtern ins Register eintragen können.

Organe wie Nieren, Lebern oder Herzen fĂŒr schwer kranke Patienten werden dringend benötigt. Im vergangenen Jahr gaben 953 Menschen fĂŒr den Todesfall Organe fĂŒr andere frei, nach 965 im Jahr 2023. Zugleich standen Ende 2024 knapp 8.300 Menschen auf Wartelisten. 

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, beklagte, das zentrale Online-Register zur Spendenbereitschaft verfehle sein Ziel meilenweit. «Den Menschen wird die Eintragung viel zu kompliziert gemacht», sagte er. Daher mĂŒssten - wie 2020 vom Bundestag beschlossen - auch Pass- und Ausweisstellen an das Register angebunden werden.

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