Immer mehr ZugausfÀlle bei der Deutschen Bahn
13.02.2025 - 04:00:43Immer mehr ZĂŒge im Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn fallen aus. Von 2019 bis 2024 stieg der Anteil der gestrichenen Fahrten im Fernverkehr von 1 auf 4 Prozent, wie aus der Antwort des Verkehrsministeriums (BMDV) auf eine Anfrage des GrĂŒnen-Abgeordneten Matthias Gastel hervorgeht - Streiks und andere externe Einflussfaktoren eingerechnet. Im Regionalverkehr lag der Anteil im vergangenen Jahr demnach bei fĂŒnf Prozent.Â
Die Bahn fĂŒhrt das vor allem auf Streiks der Gewerkschaft Deutscher LokomotivfĂŒhrer (GDL) im Januar 2024 im Rahmen des damaligen Tarifstreits sowie auf Extremwetterereignisse im Sommer zurĂŒck. «Ohne Streiks und Starkregen lag der Anteil der ersatzlos ausgefallenen ZĂŒge ĂŒber die restlichen Monate betrachtet durchschnittlich bei unter 2 Prozent», teilte das Unternehmen mit.Â
Streiks mit groĂer Wirkung
Die Zunahme an ZugausfĂ€llen ist aus Gastels Sicht aber auch eine Folge der maroden Infrastruktur. «Die Investitionen auf hohem Niveau mĂŒssen daher in den nĂ€chsten Jahren verbindlich gesichert fortgesetzt werden», teilte er mit. Seitens der Union gestreute Zweifel an der Fortsetzung der bereits begonnenen Schienennetz-Sanierung seien «Gift fĂŒr bessere PĂŒnktlichkeit und ZugausfĂ€lle».Â
Viele ZugausfĂ€lle seien indes auch darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass Fahrzeuge nicht ausreichend gewartet oder rechtzeitig bereitgestellt wĂŒrden, betonte Gastel. «Hier muss das Management nachlegen und kann nicht alle Schuld auf die Infrastruktur schieben.»Â
Auch der FDP-Abgeordnete Torsten Herbst hatte im Parlament nach den ZugausfĂ€llen im Fernverkehr gefragt. Der BMDV-Antwort zufolge waren es allein im vergangenen Jahr mehr als 13.600 ausgefallene Fahrten. Mehr als 60 Prozent davon seien demnach auf externe Ursachen zurĂŒckzufĂŒhren. Nahezu die HĂ€lfte aller AusfĂ€lle ereignete sich laut Ministerium streikbedingt im Januar 2024. «Die FahrgĂ€ste konnten in der Regel frĂŒhzeitig ĂŒber einen Ausfall informiert werden», hieĂ es.


