Volkswagen meldet 5,82 Milliarden Euro Verlust im dritten Quartal
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 07:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWSVolkswagens Ergebnis unter Druck
- Volkswagen erzielte von Juli bis September ein Konzernergebnis nach Steuern von minus 5,82 Milliarden Euro.
- Der ausgewiesene Verlust betrifft das dritte Quartal des Volkswagen-Konzerns.
- Die Mitteilung zu den Quartalszahlen veröffentlichte der Autokonzern selbst.
Volkswagen rutscht im dritten Quartal tief ins Minus
Volkswagen ist im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Konzernergebnis nach Steuern lag in den Monaten Juli bis September bei minus 5,82 Milliarden Euro, wie der Autokonzern mitteilte.
Verlust belastet den Konzern
Der Fehlbetrag umfasst das Ergebnis des Volkswagen-Konzerns für das dritte Quartal. Die Zahl fällt in eine Phase, in der der Autobauer sein Geschäft weltweit neu ausrichtet und seine Kosten senken muss.
Besonders schwierig ist die Lage in China, einem wichtigen Absatzmarkt für Volkswagen. Im dritten Quartal sanken die Auslieferungen dort auf rund 405.800 Fahrzeuge, 38,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Umbau mit Folgen für Beschäftigte
Volkswagen plant bis zum Ende des Jahrzehnts weltweit den Abbau von 120.000 Stellen. Damit sollen die Kostenstruktur und die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns an die veränderten Bedingungen angepasst werden.
Der Verlust erhöht den Druck auf das Management, die Restrukturierung voranzutreiben und zugleich neue Modelle sowie Märkte zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob Volkswagen den Rückstand bei Elektroautos und digitalen Angeboten verringern kann.
Der Quartalsverlust markiert für Volkswagen eine erhebliche Belastung in einem ohnehin schwierigen Branchenumfeld. Besonders der chinesische Markt steht unter Druck: Im dritten Quartal sanken die VW-Auslieferungen dort auf rund 405.800 Fahrzeuge, ein Rückgang von 38,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Konzern muss zugleich hohe Kosten für den Umbau seines Geschäftsmodells tragen. Dazu gehören die Umstellung auf Elektrofahrzeuge, die Anpassung von Produktionskapazitäten und der Ausbau neuer Märkte. Volkswagen plant bis zum Ende des Jahrzehnts weltweit den Abbau von 120.000 Stellen. Das zeigt, dass die Krise nicht nur die Nachfrage, sondern auch die Kostenstruktur des Konzerns betrifft.
China bleibt zentrale Belastung
Für Volkswagen ist China traditionell einer der wichtigsten Absatzmärkte. Dort konkurrieren deutsche Hersteller zunehmend mit lokalen Anbietern, die bei Elektroautos und digitalen Funktionen stark gewachsen sind. Ein anhaltender Rückgang in China kann deshalb Umsatz, Auslastung und Ergebnis gleichzeitig treffen.
Die Zahlen erhöhen den Druck auf das Management, die Sanierung schneller umzusetzen und zugleich neue Absatzchancen zu erschließen. Für Beschäftigte, Zulieferer und Produktionsstandorte in Deutschland können weitere Sparmaßnahmen Folgen haben. Wie stark sich der Verlust auf die Jahresprognose und die einzelnen Konzernmarken auswirkt, hängt von der weiteren Entwicklung in China, den Restrukturierungskosten und der Nachfrage nach Elektroautos ab.
