Lipowitz verliert einen Platz bei XXL-Etappe - Schmid siegt
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 18:02 Uhr, dpa.deFlorian Lipowitz kletterte bei seinem gefühlten Heimspiel nahe der deutschen Grenze beherzt durch die Vogesen. Doch der deutsche Rad-Star hat vor dem harten Kletterwochenende der zweiten Woche bei der Tour de France, flankiert von vielen deutschen Fans, ein leichtes Abrutschen in der Gesamtwertung hinnehmen müssen. Bei der längsten Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt verlor der 25-Jährige den sechsten Gesamtrang und ist nun Siebter.
Der Brite Tom Pidcock hatte sich einer XXL-Fluchtgruppe angeschlossen und schaffte es, die knapp sieben Minuten auf Lipowitz gutzumachen. Der Tour-Dritte des vergangenen Jahres und sein deutsches Red-Bull-Team erhöhten im Verlauf der 13. Etappe zwar das Tempo, doch sie konnten den Rangverlust nicht verhindern. Bei den kommenden Gebirgsetappen sollte Lipowitz allerdings im Vergleich zu Pidcock die besseren Karten haben.
«Klar war es für uns nicht ganz optimal, aber ich denke, es passt für uns trotzdem noch», sagte Lipowitz in der ARD. «Es war schon nicht optimal, dass Pidcock dabei war. Dann hieß es einfach, heute ins Ziel zu kommen.»
Pogacar weiter vorn
Die längste Etappe der diesjährigen Tour gewann Mauro Schmid. Der 26 Jahre alte Schweizer feierte in der Nähe der Grenze zu Deutschland nach 205,8 Kilometern zwischen Dole und Belfort seinen ersten Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt. Er gewann im Sprint vor Harold Tejada aus Kolumbien. Pidcock wurde Dritter und wirbelte damit die Wertung etwas durcheinander.
Der 26-Jährige ist nun Vierter hinter dem weiterhin Gesamtführenden Tadej Pogacar mit einem Abstand von 4:15 Minuten auf den Slowenen. Jonas Vingegaard hat als Zweiter 3:36 Minuten Rückstand auf Pogacar, Lipowitz-Teamkollege Remco Evenepoel als Dritter etwas mehr als vier Minuten.
Zimmermann tritt Flucht an
Georg Zimmermann ließ sich den Sturz am Mittwoch nicht mehr anmerken, als er sich kurze Zeit nach dem Start der Spitzengruppe anschloss - darin waren noch vier andere Fahrer neben dem Augsburger vertreten. Ein Pflaster auf dem Kinn des 28-Jährigen zeugte von dem Sturz, den der Profi ohne große Verletzungen überstanden hatte. Doch schon nach knapp 25 Kilometern stoppten die Profis im Hauptfeld das Treiben der Gruppe.
Die ersten 150 Kilometer blieben größtenteils flach. Erst dann ging es etwas bergauf, ehe mit dem Anstieg zum Ballon d'Alsace im letzten Rennfünftel eine knifflige Herausforderung wartete - eine Rampe der ersten Kategorie mit einer durchschnittlichen Steigung von 6,9 Prozent auf knapp neun Kilometern.
Vor der einzigen echten Herausforderung des Tages formten sich aus zwei größeren Fluchtgruppen eine riesige mit ordentlich Abstand zum Hauptfeld. Und die Gruppe vergrößerte den Abstand auf das Hauptfeld um Lipowitz und Co. immer weiter.
Samstag wieder viele deutsche Fans dabei
Am Wochenende stehen zwei harte Gebirgsherausforderungen an. Los geht es mit der 14. Etappe in den Vogesen nahe der Grenze zu Deutschland. Auch hier werden einige Fans mit schwarz-rot-goldenen Fahnen die Fahrer anspornen. Auf dem Teilstück mit 3.800 Höhenmetern warten am Samstag gleich drei Berge der ersten und einer der zweiten Kategorie.
