CSU-Gesundheitspolitiker rechnet mit Erhöhung der ZusatzbeitrÀge
08.12.2025 - 14:43:35"Schon unter der Annahme, dass das Sparpaket kommt, war das ein StabilitĂ€tsversprechen auf sehr dĂŒnnem Eis. Denn viele Kassen haben ihre MindestrĂŒcklagen noch lange nicht aufgefĂŒllt, was nicht bei der SchĂ€tzung berĂŒcksichtigt wurde", sagte Reimann der Mediengruppe Bayern. Reimann zeigte sich ĂŒber den Konflikt zwischen Bund und LĂ€ndern entsetzt. "Was mich dabei so oder so erschreckt, ist, dass schon bei solch einem ĂŒberschaubaren Einsparvolumen die politische HandlungsunfĂ€higkeit droht. Das ist kein gutes Omen fĂŒr das kommende Jahr und die groĂen Herausforderungen, die vor uns liegen." Im kommenden Jahr liegen die Defizite bei rund zehn Milliarden Euro. Die Koalition mĂŒsse jetzt alles daransetzen, dass das kleine Sparpaket zum neuen Jahr noch kommen könne. Das aktuelle Paket hat ein Volumen von zwei Milliarden Euro. Der Sozialverband Deutschland bezeichnet das Sparpaket als "Pflaster". "Statt zu versuchen, mit einem Pflaster eine klaffende Wunde zu versorgen, brauchen wir endlich richtige Reformen - und zwar schnell. Denn die Finanzlage der GKV bleibt im höchsten MaĂe kritisch und es drohen Beitragssteigerungen, die die ohnehin schon stark belasteten Menschen weiter finanziell unter Druck setzen", sagte die Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier der Mediengruppe Bayern. "Statt aber immer nur KĂŒrzungs- und Einsparungsdebatten zu fĂŒhren, sollte insbesondere der Bund endlich die Unterfinanzierung von versicherungsfremden Leistungen aus Steuermitteln beenden und angemessen refinanzieren. Bislang mĂŒssen die Versicherten mit ihren BeitrĂ€gen ungerechtfertigterweise dafĂŒr aufkommen, obwohl es gesamtgesellschaftlich aus Steuermitteln zu finanzieren ist."


