Bundeskriminalamt warnt vor Gefahr durch Drohnen
06.01.2024 - 17:18:52Das Innenministerium in Sachsen-Anhalt teilte mit, dass man ĂŒber die Ausstattung mit neuer Technik nachdenke. Das Bundeskriminalamt (BKA) sagte auf Anfrage, durch die massenhafte Nutzung von Drohnen mĂŒsse mit einer "zunehmend ansteigenden GefĂ€hrdung" gerechnet werden. Allein in Berlin wurden in den vergangenen beiden Jahren 200 sicherheitsrelevante VorfĂ€lle registriert. Das Innenministerium in Dresden teilte mit, dass es im vergangenen Jahr zu 30 VorfĂ€llen gekommen sei - mit einer auffĂ€lligen HĂ€ufung von ZwischenfĂ€llen an den sĂ€chsischen FlughĂ€fen. Sachsen-Anhalt berichtete, dass man im vergangenen Jahr 49 Vorkommnisse mit polizeilicher Relevanz registriert habe und perspektivisch ĂŒber eine Ausstattung mit eigener Technik nachdenke. Brandenburg, das bereits Technik zur Drohnenabwehr besitzt, registrierte im vergangenen Jahr 120 VorfĂ€lle mit Drohnen. ThĂŒringen meldete 80 registrierte Vorkommnisse, Schleswig-Holstein 198 VorgĂ€nge. Die Berliner Drohneneinheit soll zur FuĂball-Europameisterschaft im Sommer dieses Jahres voll einsatzbereit sein. Laut Bundeskriminalamt (BKA) haben sich Drohnen in den zurĂŒckliegenden Jahren "als vielseitig anwendbares technisches Hilfsmittel" in der Planung, DurchfĂŒhrung und Auswertung von Operationen terroristischer Organisationen erwiesen und sind als Tatwerkzeug mittlerweile etabliert. Das BKA warnt in einer Analyse davor, dass Drohnen kĂŒnftig auch fĂŒr AnschlĂ€ge genutzt werden könnten. Ferner sei der massenhafte Einsatz ziviler Drohnen zu militĂ€rischen Zwecken - darunter AusspĂ€hung, AufklĂ€rung und mitunter bewaffnete EinsĂ€tze - im Rahmen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine dazu geeignet, "das FĂ€higkeiten-Portfolio politisch motivierter Akteure zu erweitern".


