Armeechefs von Deutschland und Schweden warnen vor Russland
24.11.2024 - 11:00:00Heute gebe es "diese DrĂ€hte nicht, was die Situation viel unĂŒbersichtlicher und damit unsicherer macht". Mit seinen jĂŒngsten Atomdrohungen wolle Russland "vor allem Angst schĂŒren", sagte Claesson. AuĂerdem sollten sie "vom eigenen Völkerrechtsbruch und dem legitimen Selbstverteidigungsrecht der Ukraine ablenken", wie Breuer erklĂ€rte: "Ich rate auch deshalb zur Gelassenheit. Trotzdem darf man die Drohungen nicht unterschĂ€tzen." Als militĂ€rischer Planer, der die AufrĂŒstung der russischen Armee und das AuffĂŒllen von Munitionsdepots beobachte, mĂŒsse er aber "vom schlimmsten Fall ausgehen, dass Russland sich so fĂŒr einen Angriff auf uns rĂŒsten könnte". Er benenne die Bedrohung so klar, damit die BĂŒrger "sich nicht von Verharmlosungen verleiten lassen". Als Anrainerstaaten der Ostsee verzeichnen das deutsche wie das schwedische MilitĂ€r eine starke Zunahme der dortigen russischen AktivitĂ€ten. "Sorgen bereitet uns insbesondere die Schattenflotte - so bezeichnen wir angebliche Handels- oder Forschungsschiffe, die alles andere als Handel und Forschung im Sinn haben", erklĂ€rte Claesson dem "Tagesspiegel": "Auch Kriegsschiffe von mit Russland verbundenen LĂ€ndern durchfahren die Ostsee viel hĂ€ufiger als frĂŒher." Breuer bezeichnete es als "Ă€uĂerst realistisch", weil zuletzt "Unterseekabel beschĂ€digt, wenn nicht absichtlich zerstört" worden seien, "einen hybriden Angriff" in ErwĂ€gung zu ziehen: "Gerade im Ostseeraum sehen wir die hybride KriegfĂŒhrung von russischer Seite besonders klar."


