Kritik, Islamverband

Kritik an Islamverband Ditib wird lauter

11.11.2023 - 18:51:27

Vor dem Staatsbesuch des tĂŒrkischen PrĂ€sidenten Recep Tayyip Erdogan am 17.

November in Berlin wĂ€chst die Kritik an der Rolle des deutsch-tĂŒrkischen Islamverbandes Ditib. "Wir brauchen eigenstĂ€ndige, von Ankara unabhĂ€ngige Strukturen, in denen ein Islam gelebt werden kann, der sich zu unseren Werten bekennt und fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht", sagte Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (GrĂŒne) der "Welt am Sonntag". Mit denen, die der Diyanet unterstĂŒnden und von Amts wegen in Juden und dem Staat Israel alles Böse sĂ€hen, dĂŒrfe es keine falsche Toleranz geben.

Die etwa 1.000 Imame des Dachverbandes Ditib sind tĂŒrkische Beamte und werden von der tĂŒrkischen Religionsbehörde Diyanet bestimmt. Karin Prien (CDU), Bildungsministerin in Schleswig-Holstein und Sprecherin des jĂŒdischen Forums ihrer Partei, sagte der Zeitung: "Was wir nicht brauchen, sind Religionsvertretungen, die aus dem Ausland gesteuert werden und unsere Regeln und Gesetze in Deutschland nicht anerkennen." Das Bekenntnis zum Existenzrecht Israels sei "zwingende Voraussetzung", um Ansprechpartner fĂŒr den Staat zu sein. Eine Zusammenarbeit im schulischen Religionsunterricht mit der Ditib mĂŒssten die BundeslĂ€nder "sofort unterbinden", sagte unterdessen Sandra Bubendorfer-Licht, religionspolitische Sprecherin der FDP der "Welt am Sonntag". Man mĂŒsse die AbhĂ€ngigkeiten von auslĂ€ndischen EinflĂŒssen eindĂ€mmen. "Daher mĂŒssen wir endlich die Imam-Ausbildung in Deutschland vorantreiben und einen Islam europĂ€ischer PrĂ€gung implementieren, der sich an unseren Werten orientiert."

@ dts-nachrichtenagentur.de