GKV-Verband: SparplÀne reichen nicht zur Beitragsstabilisierung
02.11.2025 - 09:16:59Dazu mĂŒssten alle groĂen Gruppen ihren Beitrag leisten. "Deshalb wĂ€re es notwendig und angemessen, auch der Pharmaindustrie und der niedergelassenen Ărzteschaft einen ernsthaften Sparbeitrag abzuverlangen", so Blatt. Die niedergelassenen Ărzte erhielten ZuschlĂ€ge fĂŒr die Terminvermittlung, aber eine Verbesserung bei den Wartezeiten sei nicht zu erkennen. Obendrauf sei es zu einer fehlerhaften Doppelfinanzierung gekommen. "Hier wĂ€ren mindestens rund 400 Millionen Euro einzusparen", so die Kampfansage der Kassen an die Ărzteschaft. Als "kurzfristige SolidarmaĂnahme der Pharmaindustrie" verlangte der GKV-Chef die gesetzliche Erhöhung des Herstellerrabatts. "Das bringt ĂŒber eine Milliarde Euro ein", so seine Ăberzeugung. Die Pharmaindustrie habe in den letzten Jahren sehr stark vom beitragsfinanzierten System profitiert. "Gerade im Bereich neuer Arzneimittel brauchen wir mehr Kostenkontrolle, da die Ausgaben mit stark steigenden Arzneimittelpreisen aus dem Ruder laufen." Warkens "kleines" Sparpaket im Volumen von zwei Milliarden Euro hat schon das Kabinett passiert. Nach der Anhörung an diesem Montag soll es bereits am Donnerstag vom Bundestag beschlossen werden. Den Löwenanteil von 1,8 Milliarden Euro sollen die KrankenhĂ€user beisteuern, die deswegen bereits vor einer Welle von Klinik-Insolvenzen warnen. GKV-Chef Blatt sagte indes, er könne "das Klagen der KrankenhĂ€user ĂŒber ihren Sparbeitrag nicht nachvollziehen". Denn auch so erhielten die Kliniken im nĂ€chsten Jahr pro Monat rund 500 Millionen Euro zusĂ€tzlich. "Keinem Krankenhaus wird etwas weggenommen, aber der Anstieg ihrer Einnahmen wird auf ein angemessenes MaĂ begrenzt", sagte der Verbandschef. Es falle die sogenannte MeistbegĂŒnstigungsklausel weg, "die den Kliniken seit Jahren ungerechtfertigte Zusatzeinnahmen verschafft hat".


