LÀnder-BeschÀftigte, Warnstreiks

Tausende LÀnder-BeschÀftigte bei Warnstreiks

06.12.2023 - 16:49:48

Vor der dritten Tarifrunde sind bundesweit Tausende LĂ€nder-BeschĂ€ftigte auf die Straße gegangen. Sie fordern bessere Löhne und Arbeitsbedingungen.

Vor der möglicherweise entscheidenden Runde im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der LĂ€nder haben bundesweit Tausende BeschĂ€ftigte den Gewerkschaftsforderungen Nachdruck verliehen. In Berlin nahmen nach Gewerkschaftsangaben rund 13.000 Menschen an Warnstreiks teil. An Berliner Schulen kam es zu Unterrichtsausfall und Schließungen, weil Tausende LehrkrĂ€fte sowie SchulbeschĂ€ftigte dem Aufruf mehrerer Gewerkschaften gefolgt waren.

In Dresden protestierten mehrere Tausend BeschĂ€ftigte des öffentlichen Dienstes vor dem sĂ€chsischen Finanzministerium fĂŒr Gehaltserhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen. Vor allem LehrkrĂ€fte und Mitarbeiter von Hochschulen demonstrierten, aber auch BeschĂ€ftigte von Sachsenforst, Polizisten und BĂŒhnenarbeiter der SĂ€chsischen Staatstheater. Die Organisatoren bezifferten die Teilnehmerzahl auf 4500. Auch in Sachsen-Anhalt beteiligten sich mehrere Hundert Menschen an Warnstreiks.

In Schleswig-Holstein gingen nach Angaben der Gewerkschaften rund 3200 BeschĂ€ftigte fĂŒr bessere Löhne auf die Straße. Die Gewerkschaften hatten unter dem Motto «Nikolaus trifft Landesregierung» zum Warnstreik aufgerufen. In Rostock sorgte ein Protestmarsch von Mitarbeitern der Unimedizin fĂŒr EinschrĂ€nkungen bei der Gesundheitsversorgung, etwa bei planbaren Eingriffen. An dem Marsch beteiligten sich laut Gewerkschaft rund 1000 Menschen.

Mehr als drei Millionen BeschÀftigte betroffen

Gewerkschaften und Arbeitgeber kommen am morgigen Donnerstag in Potsdam zur möglicherweise entscheidenden dritten Verhandlungsrunde zusammen. Nach wochenlangen Warnstreiks etwa an Hochschulen oder Unikliniken versuchen Verdi und Beamtenbund dbb auf der einen und die Tarifgemeinschaft deutscher LÀnder (TdL) auf der anderen Seite, ein Ergebnis zu finden.

Die Gewerkschaften verlangen fĂŒr die rund eine Million TarifbeschĂ€ftigten der LĂ€nder 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr. Inklusive Beamtinnen und Beamte, auf die ein Abschluss ĂŒblicherweise ĂŒbertragen wird, sind mehr als drei Millionen BeschĂ€ftigte betroffen. Die Verhandlungen sind auf zwei Tage angesetzt, eine VerlĂ€ngerung ins Wochenende hinein gilt als wahrscheinlich.

@ dpa.de