Politik/Regierungen, EU

VW-Aufsichtsratschef fordert Lockerung der CO2-Ziele

12.09.2024 - 17:48:34 | dpa.de

VW DE0007664039-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch hat die EU zur Lockerung der bisherigen CO2-Flottenziele fĂŒr die Autobauer aufgefordert.

"Wir wissen heute, dass die Nachfrage nach Elektroautos in Europa weit hinter den Erwartungen zurĂŒckbleibt", sagte Pötsch, der auch Vorstandsvorsitzender der Porsche Automobil Holding ist, laut Redemanuskript auf den "Wiener Elektrotagen". "Die ElektromobilitĂ€t wird sich durchsetzen, aber es wird mehr Zeit brauchen. Deshalb mĂŒssen die CO2-Ziele fĂŒr 2025, 2030 und 2035 adjustiert und an die RealitĂ€t angepasst werden."

Hintergrund ist der Stufenplan der EU zur Senkung des CO2-Ausstoßes von Neuwagen. Die Flottenziele der einzelnen Hersteller, die im Durchschnitt aller Neuwagen erreicht werden sollen, sinken 2025 um 15 Prozent. Erreichen lĂ€sst sich das nach EinschĂ€tzung der Branche nur mit mehr Elektroautos, die den Durchschnitt drĂŒcken. Wird das Ziel verfehlt, drohen hohe Strafzahlungen.

Pötsch: Brauchen "Klarheit und VerlÀsslichkeit"

"Die Politik hat der Industrie Vorgaben gemacht, ohne dass die notwendige Infrastruktur vorhanden gewesen wĂ€re und ohne darĂŒber nachzudenken, ob die Kundinnen und Kunden da mitmachen", kritisierte Pötsch. Damit sich die E-MobilitĂ€t durchsetzen könne, brauche es mehr öffentliche UnterstĂŒtzung. Stattdessen wĂŒrden die Menschen durch Debatten ĂŒber Elektro und Verbrenner verunsichert. "Wir brauchen in Europa aber Klarheit und VerlĂ€sslichkeit."

Wegen des schleppenden Hochlaufs der E-MobilitĂ€t forderten bereits mehrere Hersteller, die Ziele aufzuweichen oder zumindest zeitlich zu strecken. BMW DE0005190003-Chef Oliver Zipse hatte bereits im FrĂŒhjahr eine Änderung verlangt, auch VW-Vorstandschef Oliver Blume fordert "angemessene CO2-Ziele". Mit Blick auf das strengere CO2-Flottenziel 2025 rĂ€umte Blume Anfang August ein: "Da gibt es noch eine LĂŒcke zu schließen." Strafzahlungen, die beim Verfehlen des Ziels fĂ€llig werden, wolle er auf jeden Fall vermeiden. "Jeder Euro, der fĂŒr Strafen bezahlt wird, ist ein schlecht investierter Euro."

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