Bamf: Fast 350.000 Ukrainer zwischen 18 und 63 Jahren in Deutschland
14.03.2026 - 11:58:25 | dts-nachrichtenagentur.de
Die Zahlen sind politisch sensibel, da fĂŒr viele ukrainische StaatsbĂŒrger seit der Generalmobilmachung EinschrĂ€nkungen bei der Ausreise gelten. ZunĂ€chst betraf dies MĂ€nner zwischen 18 und 60 Jahren. Im Sommer 2025 lockerte die ukrainische Regierung die Regelungen teilweise: Seither dĂŒrfen junge MĂ€nner bis 22 Jahre das Land verlassen. Auch zuletzt reisten weiter MĂ€nner ein. Nach Angaben des Bamf wurden im Februar im zentralen Registrierungssystem FREE 8.783 ukrainische Schutzsuchende von den BundeslĂ€ndern erfasst, darunter 4.392 mĂ€nnliche FlĂŒchtlinge einschlieĂlich MinderjĂ€hriger.
"WehrfĂ€hige junge MĂ€nner aus der Ukraine gehören nicht ins deutsche Sozialleistungssystem", sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Alexander Throm (CDU), der "Welt am Sonntag". Hierzu befinde sich die Bundesregierung in GesprĂ€chen mit der Ukraine. Mit Blick auf die Versorgung der Ukraine-FlĂŒchtlinge sagte Throm, dass andere europĂ€ische Staaten wie Polen ihre Leistungen lĂ€ngst angepasst hĂ€tten. Der CDU-Politiker forderte zudem "eine gerechte Verteilung der Ukraine-FlĂŒchtlinge innerhalb Europas". Die AfD spricht von einer "Ăberleistung des deutschen Versorgungsangebots" fĂŒr Ukrainer. Diese mĂŒsse man revidieren, fordert AfD-Politiker Gottfried Curio.
Die Linke zeigte hingegen VerstĂ€ndnis fĂŒr die Fluchtbewegungen: "Hochrechnungen gehen von Hunderttausenden getöteten Soldaten auf beiden Seiten aus. Ich habe VerstĂ€ndnis fĂŒr jeden Menschen, der sich diesem Gemetzel durch Flucht entzieht", sagte die Innenexpertin Clara BĂŒnger.
Die GrĂŒnen sehen in der Aufnahme eine Investition in die Zukunft. "Wer heute hier lernt und arbeitet, kann morgen beim Wiederaufbau der Ukraine helfen. Deshalb liegt es auch in unserem europĂ€ischen Interesse, diesen Menschen Chancen zu eröffnen", sagte der GrĂŒnen-Osteuropabeauftragte Robin Wagner.
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