Sechste Pleite: RB Leipzig ist raus
10.12.2024 - 22:53:06Die Spieler verharrten fassungslos auf dem Rasen, die Zuschauer verlieĂen die Red Bull Arena fluchtartig. RB Leipzig ist in der neuen Champions League ausgeschieden. Nach dem 2:3(1:1) gegen Aston Villa und der sechsten Pleite im sechsten Spiel kann der sĂ€chsische FuĂball-Bundesligist die nĂ€chste Runde nicht mehr erreichen. Auf Platz 24, der noch zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt, fehlen RB sieben ZĂ€hler bei nur noch zwei ausstehenden Spielen.Â
«Es ist ein Spiegelbild der ganzen Champions-League-Saison», kommentierte RB-Profi Christoph Baumgartner beim Internet-Sportsender DAZN: «Es tut unfassbar weh.» Aber sein Team «war nicht gut genug, um weiterzukommen», gab der Ăsterreicher zu.Â
Nach dem frĂŒhen RĂŒckstand durch den GĂ€ste-Treffer vom John McGinn in der dritten Minute hatte Lois Openda (27.), ausgeglichen. Kurz nach der Pause gingen die Briten wieder in FĂŒhrung, diesmal durch Jhon DurĂĄn (52.), ehe Christoph Baumgartner vor 40.406 Zuschauern fĂŒr die personell arg geschwĂ€chten Sachsen egalisierte. Ross Barkley sorgte dann fĂŒr die Entscheidung in der 85. Minute, seinen Schuss fĂ€lschte Lukas Klostermann unhaltbar ab.Â
Erster RĂŒckschlag direkt nach dem Anpfiff
Nach nicht mal 180 Sekunden blickte Trainer Rose schon unglĂ€ubig zu Boden. Die erste Chance der GĂ€ste saĂ - dank Leipziger NachlĂ€ssigkeit. KapitĂ€n Willi Orban lieĂ Matty Cash zu viel Platz und Zeit, maĂgerecht schon im Strafraum der Leipziger den Ball auf Ollie Watkins zu zirkeln. Der wiederum legte per Kopf ab auf den praktisch frei stehenden McGinn - RB-Keeper Peter Gulacsi war machtlos. Die mitgereisten GĂ€ste-Fans wurden zum ersten hörbar laut. Die RB-AnhĂ€nger verstummten.Â
Es war genau der DĂ€mpfer, den Leipzig nach einem Hoch mit zwei Pflichtspielsiegen gar nicht gebrauchen konnte. Erst recht nicht im ohnehin Ă€uĂert komplizierten Kampf um den Einzug in die nĂ€chste Runde der Meisterklasse.Â
«Wir haben uns in die Situation selber reingespielt», konstatierte Rose vor der Partie: «Wir wissen, dass wir einen Sieg brauchen, damit wir im Januar noch die Möglichkeit haben, ĂŒber zwei weitere Siege noch irgendwo in die nĂ€chste Runde reinzurutschen.» Im neuen Jahr stehen noch die Partien in der Red Bull Arena gegen Sporting Lissabon und bei Sturm Graz an - nun nur noch Muster ohne Wert.
Erster RB-Ausgleich dank weltmeisterlicher Mithilfe
Besser wurde es gegen Aston nicht. Nach dem starken Auftritt gegen Eintracht Frankfurt im Pokal fiel der zweite Erfolg zuletzt in der Meisterschaft bei Holstein Kiel schon in die Kategorie Arbeitssieg. Immerhin waren damit die Diskussionen um Rose nach der SchwĂ€chephase beendet.Â
Wie aus dem Nichts kam RB gegen das Team gegen den Premier-League-Sechsten zum Ausgleich. Eingeleitet durch einen 50 Meter-Pass aus der eigenen HĂ€lfte von Nicolas Seiwald, assistiert von Astons argentinischem Weltmeister-Torwart Emiliano MartĂnez, der weit aus seinem Kasten geeilt war, aber den Ball nicht bekam. Den hatte Openda vorher abgefangen.Â
Den groĂen Schwung brachte der Ausgleich den Leipzigern aber auch nicht. Bis zur Pause blieben Chancen Mangelware, die GĂ€ste indes kamen zumindest noch ein, zwei Mal vors Tor von Gulacsi. So wie auch nach der Pause. Und diesmal half der RB-Keeper mit. Wieder mal konnten die GĂ€ste nach Belieben kombinieren, beim Schuss von DurĂĄn aus ĂŒber 25 Metern stand der Ungar zu weit vor Tor, so sehr er sich auch reckte, er kam er nicht mehr an den Ball.Â
Immerhin: Leipzig meldete sich mit dem Tor von Baumgartner - der zweiten RB-Chance der Partie zurĂŒck und auch Gulacsi konnte sich danach noch mal auszeichnen, ehe er erneut machtlos war. Barkley traf zur Entscheidung.


