Wechsel, SanitÀtsdienstes

Wechsel an der Spitze des SanitÀtsdienstes der Bundeswehr

03.05.2024 - 10:31:20

Koblenz - Ein erster Schritt in die Struktur der Zeitenwende: Am 2. Mai 2024 ĂŒbergab der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, das Kommando ĂŒber den SanitĂ€tsdienst der Bundeswehr von Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich BaumgĂ€rtner an Generalstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann.

Der feierliche Übergabeappell des SanitĂ€tsdienstes der Bundeswehr in der Falckenstein-Kaserne war nicht nur ein Abschied, sondern auch ein Aufbruch. Denn er stand fĂŒr die Neuausrichtung der Bundeswehr in der Zeitenwende. Zugleich war es ein besonderer und bewegender Tag fĂŒr Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich BaumgĂ€rtner. In seiner Abschiedsrede sprach er seinen Soldatinnen und Soldaten sowie den zivilen Mitarbeitenden im SanitĂ€tsdienst seinen Respekt und Dank aus: "Ihr Einsatz, sei es im In- oder Ausland, machte und macht den SanitĂ€tsdienst zu dem, was er ist."

Nach ĂŒber fĂŒnf Jahren als Inspekteur des SanitĂ€tsdiensts der Bundeswehr reichte BaumgĂ€rtner heute den Staffelstab an seinen Nachfolger, Generalstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, weiter. FĂŒr diesen besonderen Anlass kamen zahlreiche Abordnungen des SanitĂ€tsdienstes der Bundeswehr und der SanitĂ€tsdienste befreundeter StreitkrĂ€fte nach Koblenz.

SanitÀt zukunftsfÀhig gemacht

Die Verdienste des scheidenden Inspekteurs fĂŒr den SanitĂ€tsdienst wĂŒrdigte der Generalinspekteur der Bundeswehr in sehr persönlichen Worten: "Gemeinsam mit all' deinen Frauen und MĂ€nnern, haben deine Ideen, deine Visionen und deine Schaffenskraft die SanitĂ€t zukunftsfĂ€hig gemacht." Er habe den SanitĂ€tsdienst auf Landesverteidigung und BĂŒndnisverteidigung ausgerichtet.

Die grĂ¶ĂŸte BewĂ€hrungsprobe in BaumgĂ€rtners Amtszeit sei jedoch die Corona-Pandemie gewesen. Hier habe der SanitĂ€tsdienst der Bundeswehr durch seine herausragenden Leistungen, ob in der Amtshilfe in Deutschland oder international bei der UnterstĂŒtzung der Intensivstation in Lissabon, einen echten Unterschied gemacht, so General Carsten Breuer.

Doch ganz gleich, ob in der Corona-Pandemie, bei der Fluthilfe im Ahrtal oder im Einsatz in Afghanistan - der SanitĂ€tsdienst sei immer ganz vorne dabei, auch im Gefecht, betonte Breuer. Es sei vor allem die Hingabe fĂŒr den Auftrag, die die Angehörigen des SanitĂ€tsdienstes auszeichne. So trage beispielsweise die Ausbildung ukrainischer SanitĂ€tskrĂ€fte dazu bei, dass in der Ukraine tĂ€glich Leben gerettet werden.

Unverzichtbare SĂ€ule fĂŒr die Bundeswehr

"Ohne die SanitĂ€t geht niemand irgendwo hin", stellte Breuer fest. Denn der SanitĂ€tsdienst sei eine unverzichtbare SĂ€ule fĂŒr die EinsatzfĂ€higkeit der Bundeswehr. Angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen mĂŒsse man zeitnah kriegstĂŒchtig werden, um glaubhaft abschrecken zu können. Das erfordert tiefgreifende VerĂ€nderungen der gesamten StreitkrĂ€fte und damit auch des SanitĂ€tsdienstes. Um den Anforderungen an die Bundeswehr der Zeitenwende gerecht werden zu können, gehe es kĂŒnftig auch darum, knappe Ressourcen und SchlĂŒsselfĂ€higkeiten zu bĂŒndeln, um sie dann zentral den StreitkrĂ€ften bereitzustellen.

Große Aufgaben fĂŒr Generalstabsarzt Dr. Hoffmann

Generalstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann ĂŒbernimmt mit dem Kommando ĂŒber den SanitĂ€tsdienst auch die große Aufgabe, ihn in die neue Struktur zu fĂŒhren. "Wir brauchen mehr denn je eine funktionierende, verlĂ€ssliche und kriegstĂŒchtige Gesundheitsversorgung in der Bundeswehr", hob der Generalinspekteur im Vorfeld der Übergabe hervor. Es lĂ€ge daher auch im Interesse aller Beteiligten, dass die QualitĂ€t der Gesundheitsversorgung in der neuen Struktur weiter gestĂ€rkt werde.

Dr. Hoffmann trat 1983 in die Bundeswehr ein und war seit Ende MĂ€rz 2023 Chef des Stabes im Koblenzer Kommando SanitĂ€tsdienst. Er durchlief nach seinem Studium der Humanmedizin als SanitĂ€tsoffizier mehrere nationale und internationale FĂŒhrungs- und Stabsverwendungen.

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