Wechsel an der Spitze: Neuer Kommandeur des ZMSBw
20.03.2025 - 14:46:38Heute Vormittag ĂŒbertrug Generalmajor Ansgar Meyer, Kommandeur des Zentrums fĂŒr Innere FĂŒhrung in Koblenz, das Kommando ĂŒber das ZMSBw von Oberst Dr. Sven Lange auf Oberst Dr. Frank Hagemann. Den feierlichen Appell auf dem GelĂ€nde der Villa Ingenheim begleitete ein Ehrenzug des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung und das Stabsmusikkorps der Bundeswehr. Der neue Kommandeur des ZMSBw, Oberst Dr. Frank Hagemann, war seit dem Jahr 2021 stellvertretender Dekan fĂŒr Forschung und DienstĂ€ltester Deutscher Offizier am George C. Marshall European Center for Security Studies in Garmisch-Partenkirchen. Das Center ist ein deutsch-amerikanisches, sicherheits- und verteidigungspolitisches Studienzentrum auf UniversitĂ€tsniveau. Mit Ăbernahme des Kommandos ist Oberst Dr. Hagemann der vierte Kommandeur des ZMSBw nach der Fusion von MGFA (MilitĂ€rgeschichtliche Forschungsamt) und SOWI (Sozialwissenschaftliches Institut der Bundeswehr) im Jahr 2013.
Von Bayern nach Brandenburg
Oberst Dr. Hagemann ist seit 1988 Soldat und wurde zum Offizier der Panzergrenadiertruppe ausgebildet. Nach verschiedenen Truppenverwendungen als ZugfĂŒhrer und Kompaniechef war er Historikeroffizier am MilitĂ€rgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) in Potsdam und Lehrstabsoffizier fĂŒr MilitĂ€rgeschichte an der Offizierschule des Heeres in Dresden. Im Kosovo-Auslandseinsatz (KFOR) 2002/03 fĂŒhrte der gebĂŒrtige Meppener (Ems) eine Kompanie. Nach dem Lehrgang Generalstabs-/ Admiralstabsdienst International (LGAI) im Jahr 2006/07 an der FĂŒhrungsakademie der Bundeswehr wurde Oberst Dr. Hagemann bei der Deutschen MilitĂ€rischen Vertretung bei EU und NATO in BrĂŒssel eingesetzt. AnschlieĂend folgten zwei Verwendungen als Referent im FĂŒhrungsstab der StreitkrĂ€fte des Bundesverteidigungsministeriums in Bonn und Berlin. Von 2015 bis 2021 leitete er die Abteilung Bildung im ZMSBw. Die Fachgebiete von Oberst Dr. Hagemann reichen von der deutschen MilitĂ€rgeschichte bis zur europĂ€ischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik mit transatlantischen Beziehungen. Er wurde 2001 an der UniversitĂ€t Potsdam in Geschichte der Neuzeit promoviert. Im Jahr 2010 erlangte Oberst Dr. Hagemann einen Master an der kalifornischen Naval Postgraduate School in Monterey im Fach Security Studies. Seinen Magister Artium der Geschichts- und Sozialwissenschaften erhielt er 1995 von der UniversitĂ€t der Bundeswehr Hamburg.
Aufbauarbeit im Kosovo
Der scheidende Kommandeur Oberst Dr. Sven Lange fĂŒhrte seit 2021 das ZMSBw. Im Anschluss an seine Zeit als Kommandeur in Potsdam wird er als Director das NATO Advisory and Liaison Team (NALT) im kosovarischen Pristina leiten. Das multinationale NALT ist ein unabhĂ€ngiges Beratungs- und Verbindungsteam. Neben der Friedenssicherung durch Schaffung einer stabilen Sicherheitsarchitektur leistet das NALT Aufbauarbeit, denn vor Ort begleiten die Soldatinnen und Soldaten den FĂ€higkeitsaufbau der Kosovo Security Force (KSF): von der taktischen bis zur strategischen Ebene.
Forschungs- und Transferleistungen
In die beinahe vierjĂ€hrige Amtszeit von Oberst Dr. Sven Lange fĂ€llt unter anderem die erstmalige Evaluation des ZMSBw durch den Wissenschaftsrat. Der Wissenschaftsrat evaluiert Wissenschaft und Forschung in Deutschland und unterstĂŒtzt durch Stellungnahmen das Förderhandeln von Bund und LĂ€ndern. Im Jahr 2023 bewertete er die Leistung des ZMSBw. Das ZMSBw leiste "auf hohem Niveau wertvolle Grundlagen- und Auftragsforschung zur Geschichte und Gegenwart des deutschen MilitĂ€rs in seinen BĂŒndnissen und erbringt unverzichtbare Transferleistungen fĂŒr das Bundesministerium der Verteidigung und fĂŒr die Bundeswehr".
Die Evaluation des Wissenschaftsrates nutze Oberst Dr. Lange zum Dank an seine ehemaligen zivilen wie militĂ€rischen Mitstreitenden. In seiner Abschiedsrede stellte er das positive Urteil des Gremiums ins Zentrum: "Das positive Fazit des Wissenschaftsrats bedeutet ein Anerkennen unseres Hauses als interdisziplinĂ€res Forschungszentrum und ist zugleich Nachweis seiner wissenschaftlichen Relevanz." AbschlieĂend fasste er zusammen: "Unser ZMSBw leistet sehr gute, bisweilen sogar herausragende wissenschaftliche Arbeit. Es versorgt die StreitkrĂ€fte mit vielfĂ€ltigen Bildungsprodukten und stellt der gesellschaftlichen Debatte in Deutschland verlĂ€ssliche Fakten und Daten zur VerfĂŒgung." Das ZMSBw ist ein Ressortforschungsinstitut des Bundesverteidigungsministeriums, es forscht, bildet und berĂ€t zu MilitĂ€rgeschichte, MilitĂ€rsoziologie und Sicherheitspolitik: fĂŒr Wissenschaft, Bundeswehr und Gesellschaft.
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