Neue Daten: Wie geht es dem deutschen Wald?
13.05.2024 - 05:41:24Stress durch Trockenheit, SchĂ€den durch KĂ€fer: Bundesagrarminister Cem Ăzdemir (GrĂŒne) stellt heute Daten zum Zustand der deutschen WĂ€lder im vergangenen Jahr vor. Laut der Erhebung von 2022 waren zuletzt vier von fĂŒnf BĂ€umen krank. Die Daten stammen aus der jĂ€hrlichen Waldzustandserhebung, die seit den 1980er-Jahren ĂŒber ein Netz von Stichproben vorgenommen wird. Dabei wird der Zustand der Baumkronen eingeschĂ€tzt. Die Regierung will die WĂ€lder auch mit einem geplanten Gesetz besser gegen Folgen des Klimawandels wappnen.
FDP-Fraktionsvize Carina Konrad sagte der dpa, der Wald sei ein Patient, der dringend Hilfe benötige. «Ihn sich selbst zu ĂŒberlassen, wĂ€re eine unterlassene Hilfeleistung.» DafĂŒr gelte es, Waldbauern wieder mehr Freiraum zu geben. Denn ein gesunder und aktiv bewirtschafteter Wald speichere mehr CO2. Ein resilienter Wald mĂŒsse zudem auch nichtheimische Baumarten integrieren, denn nicht alle einheimischen könnten zunehmenden Extremwetterlagen standhalten. Dazu gehöre auch, neue ZĂŒchtungsmethoden und Pflanzenschutz zu ermöglichen.Â
Ăzdemir bereitet derzeit eine Reform des fast 50 Jahre alten Bundeswaldgesetzes vor. Ziel ist nach frĂŒheren Ministeriumsangaben, Verbesserungen fĂŒr Klimaschutz und BiodiversitĂ€t sowie wirtschaftliche Perspektiven fĂŒr Waldbesitzer zu vereinen. Wald bedeckt rund ein Drittel der gesamten LandesflĂ€che Deutschlands.
Laut der Waldzustandserhebung 2022 waren bei etwa jedem dritten Baum die Kronen sogar stark gelichtet. Insgesamt gab es demnach keine deutlichen Verbesserungen des Waldzustands, aber auch keine deutliche Verschlechterung im Vergleich zu 2021. UmweltschĂŒtzer und WaldeigentĂŒmer dringen ebenfalls auf einen Umbau zu widerstandsfĂ€higeren Forsten.


