Fan-Proteste, Bundesliga

Fan-Proteste in der Bundesliga - Union-Partie kurz vor Abbruch

10.02.2024 - 18:15:36 | dpa.de

Wieder fliegen TennisbÀlle und andere GegenstÀnde. In den Stadien der Bundesliga protestieren die Fans gegen einen Einstieg eines Investors bei DFL. Es kommt zu deutlichen Verzögerungen.

  • Der 1. FC Union Berlin setzte sich dank Danilho Doekhi (M.) gegen den VfL Wolfsburg durch. - Foto: Andreas Gora/dpa
    Der 1. FC Union Berlin setzte sich dank Danilho Doekhi (M.) gegen den VfL Wolfsburg durch. - Foto: Andreas Gora/dpa
  • Das Spiel zwischen Frankfurt und Bochum war hart umkĂ€mpft: Hier Omar Marmoush (r) und der Bochumer Ivan Ordets im direkten Duell. - Foto: Arne Dedert/dpa
    Das Spiel zwischen Frankfurt und Bochum war hart umkÀmpft: Hier Omar Marmoush (r) und der Bochumer Ivan Ordets im direkten Duell. - Foto: Arne Dedert/dpa
  • Das Spiel 1. FC Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg wurde lĂ€nger unterbrochen, nachdem Fans TennisbĂ€lle auf den Rasen geworfen hatten. - Foto: Andreas Gora/dpa
    Das Spiel 1. FC Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg wurde lÀnger unterbrochen, nachdem Fans TennisbÀlle auf den Rasen geworfen hatten. - Foto: Andreas Gora/dpa
  • Auch mit Bannern zeigten die Union-Fans ihre Meinung zum möglichen Einstieg eines Investors. - Foto: Andreas Gora/dpa
    Auch mit Bannern zeigten die Union-Fans ihre Meinung zum möglichen Einstieg eines Investors. - Foto: Andreas Gora/dpa
  • Bremens Romano Schmid (l) behauptet den Ball gegen Heidenheims Jan-Niklas Beste. - Foto: Carmen Jaspersen/dpa
    Bremens Romano Schmid (l) behauptet den Ball gegen Heidenheims Jan-Niklas Beste. - Foto: Carmen Jaspersen/dpa
  • RB-Profi David Raum (r) flankt gegen den Augsburger Kevin Mbabu. - Foto: Tom Weller/dpa
    RB-Profi David Raum (r) flankt gegen den Augsburger Kevin Mbabu. - Foto: Tom Weller/dpa
  • Der DarmstĂ€dter Tim Skarke (M.) behauptet den Ball gegen Ko Itakura (r). - Foto: Roberto Pfeil/dpa
    Der DarmstÀdter Tim Skarke (M.) behauptet den Ball gegen Ko Itakura (r). - Foto: Roberto Pfeil/dpa
  • Auch in Gladbach protestierten die Borussias Fans. - Foto: Roberto Pfeil/dpa
    Auch in Gladbach protestierten die Borussias Fans. - Foto: Roberto Pfeil/dpa
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Fan-Proteste gegen die Deutsche Fußball Liga haben am Bundesliga-Samstag zu teils massiven Verzögerungen in mehreren Stadien gefĂŒhrt. Die Partie des 1. FC Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg war insgesamt mehr als eine halbe Stunde unterbrochen, nachdem AnhĂ€nger beider Clubs immer wieder TennisbĂ€lle auf den Rasen geworfen hatten. Das Spiel, das Union mit 1:0 (1:0) gewann, stand kurz vor dem Abbruch. Nur zwei der fĂŒnf Partien wurden ohne ZwischenfĂ€lle zu Ende gespielt.

Beim 0:0 von Schlusslicht Darmstadt 98 bei Borussia Mönchengladbach stoppte Schiedsrichter Sascha Stegemann den Spielfluss fĂŒr 13 Minuten. Das 2:2 (1:1) von RB Leipzig beim FC Augsburg, durch das RB den Anschluss an die Champions-League-PlĂ€tze verpasste, war kĂŒrzer unterbrochen, unter anderem flog ein Klappstuhl aufs Feld. Keine Protest-Verzögerungen gab es beim 1:2 (1:2) von Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim sowie beim 1:1 (1:1) von Eintracht Frankfurt gegen den VfL Bochum.

Beim Gastspiel von Schlusslicht Darmstadt 98 bei Borussia Mönchengladbach sorgten die Fans dagegen fĂŒr lĂ€ngere Verzögerungen. Hintergrund ist der seit Monaten schwelende Widerstand einiger Fangruppen gegen den Einstieg eines Investors bei der DFL, die sich derzeit mit Angeboten der Unternehmen Blackstone und CVC befasst. Der Investor soll fĂŒr eine prozentuale Beteiligung an den TV-Erlösen eine Milliarde Euro zahlen.

Zahlreiche Banner

In mehreren Stadien waren wieder SpruchbÀnder zu sehen. «Nachhaltiges Wachstum statt schnelles Geld» war beispielsweise in Augsburg zu lesen. In Mönchengladbach stand unter anderem: «Nein zum Ligainvestor!»

In Berlin war zu lesen: «Private-Equity-Heuschrecken ohne Einflussnahme? Verkauft uns nicht fĂŒr dumm.» Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck schickte beide Mannschaften nach dem ersten Schwung TennisbĂ€lle zwischenzeitlich in die Kabine. In der sehr langen Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Danilho Doekhi (45.+25) fĂŒr Union.

Leipzig geriet durch das Gegentor durch Phillip Tietz (35.) in BedrĂ€ngnis. LoĂŻs Openda (39.) mit seinem 15. Saisontor sowie Benjamin Sesko (52.) drehten die Partie zwischenzeitlich, ehe Ermedin Demirovic (60.) fĂŒr den FCA traf. Ein Foul vom Augsburger Torwart Finn Dahmen an Mohamed Simakan brachte Leipzig die große Chance zur Entscheidung, doch Openda scheiterte beim fĂ€lligen Strafstoß an Dahmen (81.).

Bremen patzt bei der Geburtstagsparty

In Bremen vergab Jens Stage frĂŒh eine große Chance zur FĂŒhrung (4.). Werder machte auch in der Folge das Spiel - die ersten Tore erzielten aber Lennard Maloney (12.) und Jan-Niklas Beste (18.) fĂŒr Heidenheim. Romano Schmid (19.) machte die Partie zum 125. Geburtstag seines Clubs mit dem Anschlusstreffer schnell wieder spannend.

Frankfurt ging durch Omar Marmoush (14.) in FĂŒhrung. Moritz Broschinski (17.) traf aber zeitig zum Ausgleich fĂŒr Bochum. Beiden Clubs hilft das Remis in der Tabelle nicht weiter, Frankfurt ist Sechster, Bochum belegt den 14. Platz.

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