Warnstreiks, Kitas

Tausende bei Warnstreiks in Kitas und sozialen Einrichtungen

07.03.2025 - 15:22:15

Wieder legen BeschÀftigte des öffentlichen Diensts von Bund und Kommunen ihre Arbeit nieder. Diesmal trifft es Berufsfelder, in denen viele Frauen arbeiten.

Zehntausende BeschÀftige in Kitas und anderen sozialen Einrichtungen haben ihre Arbeit niedergelegt, um ihren Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und mehr Geld Nachdruck zu verleihen. Bundesweit seien mehr als 30.000 Menschen dem Warnstreik-Aufruf von Verdi gefolgt, teilte ein Sprecher der Gewerkschaft auf dpa-Anfrage mit. 

Verdi hatte Berufsgruppen, in denen besonders viele Frauen arbeiten, zu einem bundesweiten Warnstreiktag aufgerufen. Betroffen sind Kitas, Jugend- und SozialÀmter ebenso wie Kliniken, Pflege- und soziale Einrichtungen. AusstÀnde und Kundgebungen gab es etwa in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Eine Verdi-Sprecherin in Hessen sprach von insgesamt rund 3.750 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei Kundgebungen in mehreren StÀdten. Alleine im Gesundheitsbereich beteiligten sich in Bayern rund 2.000 BeschÀftigte, wie der dortige Landesfachbereichsleiter Robert Hinke sagte. In NRW berichtete eine Sprecherin von mehr als 11.000 BeschÀftigten im Ausstand. Vielerorts in Deutschland blieben die Kitas geschlossen. 

Frauen im Fokus

Hintergrund ist der Tarifstreit im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Konkreter Anlass sind laut Verdi aber der sogenannte Equal Pay Day am 7. MĂ€rz und der Internationale Frauentag am 8. MĂ€rz. «Der Streiktag am Equal Pay Day / Frauentag ist ein deutliches Signal fĂŒr mehr Lohngerechtigkeit und bessere Arbeitsbedingungen in den sozialen (Frauen-) Berufen im öffentlichen Dienst und eine Reaktion der BeschĂ€ftigten darauf, dass es auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot gab», erklĂ€rte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. 

Die Gewerkschaft fordert in den Tarifverhandlungen unter anderem acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber monatlich 350 Euro mehr, sowie mehr freie Tage. Verhandelt wird fĂŒr insgesamt 2,5 Millionen BeschĂ€ftigte. Die Arbeitgeber haben bisher kein konkretes Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde beginnt am 14. MĂ€rz. Bereits seit Wochen kommt es im öffentlichen Dienst zu AusstĂ€nden.

Zahlreiche FlughÀfen stehen am Montag still

Am Montag kommt es bereits zum nĂ€chsten großen Warnstreik: An insgesamt elf deutschen FlughĂ€fen mĂŒssen sich Flugpassagiere auf FlugausfĂ€lle und VerspĂ€tungen einstellen. Verdi hat die BeschĂ€ftigten des öffentlichen Dienstes und der Bodenverkehrsdienste zu einem Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind die FlughĂ€fen MĂŒnchen, Stuttgart, Frankfurt, Köln/Bonn, DĂŒsseldorf, Dortmund, Hannover, Bremen, Hamburg, Berlin-Brandenburg und Leipzig-Halle.

@ dpa.de