WDH: FDP fordert 'Politik fĂŒr das Auto'
12.08.2024 - 14:51:36(Wiederholung mit berichtigtem Tipper: Im ersten Satz "verlangt" (statt: "verlangte").)
BERLIN (dpa-AFX) - Die FDP verlangt eine Verkehrspolitik pro Auto und lehnt EinschrĂ€nkungen wie die Umwandlung von StraĂen in Fahrrad- und FuĂgĂ€ngerzonen weitgehend ab. InnenstĂ€dte sollen fĂŒr Autofahrer durch kostenlose Parkmöglichkeiten oder ein gĂŒnstiges Flatrate-Parken wieder attraktiver werden. Das sieht ein Beschluss des FDP-PrĂ€sidiums vor. "Wir wollen keine ideologische MobilitĂ€tspolitik", betonte FDP-GeneralsekretĂ€r Bijan Djir-Sarai im Anschluss. Das Auto dĂŒrfe nicht bewusst benachteiligt werden.
"Ein Kulturkampf einseitig gegen das Auto ist ein Kulturkampf gegen die LebensrealitÀt der Menschen insbesondere in LÀndern wie Brandenburg und lÀndlichen Regionen", sagte der brandenburgische FDP-Chef Zyon Braun. Er soll eine zur Verkehrspolitik eingesetzte Arbeitsgruppe der Liberalen leiten.
Freies Parken gegen Ausbluten der InnenstÀdte
Mit dem VorstoĂ fĂŒr kostenfreies Kurzzeitparken oder ein bundesweites Parkmodell nach dem Vorbild des 49-Euro-Tickets im öffentlichen Nahverkehr wolle man "dem Ausbluten der StĂ€dte etwas entgegensetzen", sagte Braun. Er rĂ€umte aber ein, dass die Bundesebene die Kommunen lediglich auffordern könne, solche MaĂnahmen zu ergreifen, weil das Parkthema in ihre ZustĂ€ndigkeit fĂ€llt.
Arbeiten an Baustellen rund um die Uhr
Zum Forderungskatalog der FDP gehört auch, Jugendlichen ab 16 Jahren das begleitete Autofahren zu ermöglichen. GrĂŒne Wellen sollen durch Digitalisierung und KĂŒnstliche Intelligenz effektiver werden. FĂŒr Baustellen verlangt die FDP Arbeit auch an Wochenenden und in der Nacht sowie im Dreischichtbetrieb. Ihr Katalog enthĂ€lt zudem bekannte Positionen wie den Verzicht auf ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen sowie auf angebliche StilllegungsplĂ€ne der EU-Kommission fĂŒr Millionen Dieselfahrzeuge. Allerdings hat BrĂŒssel erklĂ€rt, keine solchen PlĂ€ne zu verfolgen.

