Katastrophe, Sicherheit

Wir Handeln Gemeinsam- gemeinsam die europÀische Notfallvorsorge stÀrken

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 09:35 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
BrĂŒssel - AnlĂ€sslich des 9. EuropĂ€ischen Zivilschutzforums das die Zivilschutz-Gemeinschaft in BrĂŒssel unter dem Motto "Heute vorbereiten, bereit fĂŒr morgen sein" zusammenbringt, rĂŒckt das Thema Vorsorge erneut europaweit in den Fokus. Die Zivilschutzkampagne der EuropĂ€ischen Union "Wir Handeln Gemeinsam: Heute vorbereiten, bereit fĂŒr morgen sein." unterstreicht die Bedeutung der Katastrophenvorsorge und der europĂ€ischen SolidaritĂ€t in Notlagen und trĂ€gt dazu bei, Menschen, Gemeinschaften und die Natur in Deutschland und in der gesamten EU zu schĂŒtzen.
"Wir Handeln Gemeinsam"- gemeinsam die europÀische Notfallvorsorge stÀrken - Bild: presseportal.de

In Zeiten, in denen klimabedingte Katastrophen an Ausmaß und KomplexitĂ€t zunehmen, ist Vorsorge wichtiger denn je. In ganz Europa haben WaldbrĂ€nde bereits mehr als 669.000 Hektar im Jahr 2026 zerstört und damit die FlĂ€che zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2025 ĂŒbertroffen - dem schlimmsten Waldbrandjahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Überschwemmungen haben ebenfalls verheerende Folgen fĂŒr Menschen und Infrastruktur und verursachen jĂ€hrlich geschĂ€tzte wirtschaftliche Verluste von 8,6 Milliarden Euro fĂŒr die EuropĂ€ische Union.

Vor diesem Hintergrund lenkt die EU-Kampagne "Wir Handeln Gemeinsam" die Aufmerksamkeit auf die Arbeit, die lange vor einem Notfall geleistet wird, bevor dieser die Schlagzeilen beherrscht. Von Risikomonitoring und FrĂŒhwarnung bis hin zu gemeinsamen Übungen - all dies trĂ€gt dazu bei, eine schnelle und koordinierte Reaktion zu ermöglichen.

Zum Hintergrund: Deutschland hat allein in diesem Jahr die europĂ€ischen Partner mehrfach beim Katastrophenschutz unterstĂŒtzt. FĂŒr den Einsatz gegen WaldbrĂ€nde entsandte Nordrhein-Westfalen beispielsweise ein spezialisiertes Team in die spanische Provinz Zamora. Und auch bei den BrĂ€nden in Frankreich hat Deutschland im Sommer geholfen - zum Beispiel mit 40 Soldatinnen und Soldaten.

Vorsorge in der Praxis: Wie sich Europa auf "Gemeinsam handeln" vorbereitet

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen die Fachleute des Katastrophenschutzes, die gemeinsam ĂŒber LĂ€ndergrenzen hinweg trainieren und sich vorbereiten. Indem die Kampagne ihre Arbeit begleitet, rĂŒckt sie die Vorsorge in den Mittelpunkt. Und sie zeigt, wie die EU ihre LĂ€nder dabei unterstĂŒtzt, Vorsorge zu stĂ€rken und die europĂ€ische UnterstĂŒtzung wĂ€hrend der BewĂ€ltigung einer Krise zu koordinieren.

Durch EU-VorsorgeĂŒbungen (MODEX) nehmen Teams aus verschiedenen LĂ€ndern an umfassenden Simulationen von Notfallszenarien teil. Diese Übungen ermöglichen es den EinsatzkrĂ€ften, Verfahren zu testen, Fachwissen auszutauschen, Vertrauen zueinander aufzubauen und die grenzĂŒberschreitende Koordination zu verbessern. Ziel ist es, schnell und effektiv reagieren zu können, wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen.

Mit einem besonderen Fokus auf Überschwemmungen ermutigt die Kampagne die Menschen auch dazu, Vorsorge als gemeinsame Verantwortung zu sehen und besser zu verstehen, warum die Vorbereitung auf einen Notfall genauso wichtig ist wie die Reaktion darauf.

EinsatzkrÀfte im Fokus: Die deutsche Helferin Anne Klose

"Mit dieser Kampagne wollen wir die Arbeit hinter der Katastrophenschutzvorsorge der EU in den Mittelpunkt rĂŒcken und fĂŒr die BĂŒrger greifbarer machen", sagt Zacharias Giakoumis, Leiter der Kommunikationseinheit der Generaldirektion fĂŒr EuropĂ€ischen Katastrophenschutz und humanitĂ€re Hilfe.

Anhand der Geschichten von EinsatzkrĂ€ften, die gemeinsam trainieren und sich vorbereiten, zeigen wir konkret, wie die EU ihre LĂ€nder dabei unterstĂŒtzt, sich auf NotfĂ€lle vorzubereiten, und warum die grenzĂŒberschreitende Zusammenarbeit in Europa wichtig ist."

Eine der Teilnehmerinnen fĂŒr das Thema Wasseraufbereitung ist Anne Klose aus dem Nordwesten Deutschlands. Die Sicherheitsbeauftragte engagiert sich in ihrer Freizeit in der Katastrophenhilfe, indem sie Gemeinden mit sauberem Wasser versorgt, sobald die Versorgung unterbrochen ist. "Ich bin sehr stolz und glĂŒcklich, Teil dieser Übung zu sein", sagt sie. "In ganz Europa sprechen wir viele Sprachen, aber im Katastrophenschutz sprechen wir eine gemeinsame Sprache: anderen zu helfen."

Gemeinsame Kampagne, gemeinsame Vorsorge

Unter der Leitung der EuropĂ€ischen Kommission lĂ€uft die Initiative "Wir Handeln Gemeinsam" bis Dezember 2026 in sieben EU-Mitgliedstaaten: Bulgarien, Kroatien, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Polen und RumĂ€nien. Durch digitale und soziale Medieninhalte, Video-PortrĂ€ts von Katastrophenschutz-EinsatzkrĂ€ften und Medienpartnerschaften soll die Initiative den europĂ€ischen Katastrophenschutz fĂŒr ein breites Publikum in ganz Europa sichtbarer machen und das VerstĂ€ndnis dafĂŒr stĂ€rken, wie die EU ihren LĂ€ndern hilft, sich auf NotfĂ€lle vorzubereiten und darauf zu reagieren. Die Initiative ist auch Teil der umfassenderen SchĂŒtzen, was uns wichtig ist-Kampagne der Kommission.

StÀrkung der Vorsorge und WiderstandsfÀhigkeit Europas

Neben Naturgefahren wie Überschwemmungen und WaldbrĂ€nden muss sich Europa heute auf ein viel breiteres Spektrum an Risiken vorbereiten, darunter Gesundheitskrisen, StromausfĂ€lle, Cyberangriffe und geopolitische Bedrohungen. Angesichts dieser zunehmend komplexen Risikolandschaft verstĂ€rkt die EU ihre BemĂŒhungen, die Vorsorge und WiderstandsfĂ€higkeit in ganz Europa zu stĂ€rken.

Im Rahmen des EU-Haushalts fĂŒr 2021-2027 wurden 3,6 Milliarden Euro fĂŒr den EU-Katastrophenschutzmechanismus bereitgestellt, um LĂ€ndern dabei zu helfen, ihre KapazitĂ€ten zu stĂ€rken und vor, wĂ€hrend und nach Katastrophen effektiver zusammenzuarbeiten. Diese BemĂŒhungen tragen auch zur umfassenderen Preparedness Union Strategy der EU bei, die im MĂ€rz 2025 verabschiedet wurde und darauf abzielt, die FĂ€higkeit der EU zu stĂ€rken, eine breite Palette von Bedrohungen und Krisen vorherzusehen, zu verhindern und darauf zu reagieren. Die Strategie unterstĂŒtzt die nationalen Vorsorgemaßnahmen durch verbesserte Koordination und Effizienz, wĂ€hrend sie gleichzeitig eine Kultur der WiderstandsfĂ€higkeit durch die Einbeziehung von Behörden, Rettungsdiensten, Unternehmen und BĂŒrgern fördert.

Über den europĂ€ischen Katastrophenschutz

Wenn ein Land wĂ€hrend eines Notfalls zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung benötigt, kann es ĂŒber das EU-Katastrophenschutzverfahren um Hilfe bitten. Der Mechanismus koordiniert die Hilfeleistungen der EU und der teilnehmenden LĂ€nder und ermöglicht so die schnelle Mobilisierung von Teams und AusrĂŒstung, wo sie benötigt werden. Seit seiner Einrichtung im Jahr 2001 wurde der Mechanismus mehr als 880 Mal aktiviert. Als Teil dieses Mechanismus bietet rescEU eine zusĂ€tzliche Schutzebene durch ergĂ€nzende Ressourcen wie Löschflugzeuge, medizinische AusrĂŒstung und andere NotfallkapazitĂ€ten.

Katastrophenschutzbehörden werden ebenfalls durch Überwachungs- und FrĂŒhwarninstrumente des Copernicus Emergency Management Service unterstĂŒtzt, die dem Emergency Response Coordination Centre (ERCC) helfen, Risiken rund um die Uhr zu ĂŒberwachen, europĂ€ische Hilfe zu koordinieren und NotfalleinsĂ€tze mithilfe von Satellitenkartierung zu unterstĂŒtzen.

Gemeinsam zeigen diese KapazitÀten den Mehrwert europÀischer SolidaritÀt, indem sie Zusammenarbeit in koordiniertes Handeln verwandeln und sicherstellen, dass sich die LÀnder in den entscheidenden Momenten aufeinander verlassen können.

Die Kampagneninhalte sind verfĂŒgbar unter: https://ec.europa.eu/stories/we-act-as-one/index_de.html

Pressekontakt:

Lea Sorak
Lea.Sorak@icfnext.com

Original-Content von: EU's Department for European Civil Protection ĂŒbermittelt durch news aktuell

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