Deutschland, Gesundheit

209 Schadenersatzklagen gegen Corona-Impfstoffhersteller

01.07.2023 - 01:37:28 | dpa.de

Zahlreiche Menschen berichten von gesundheitlichen Beschwerden nach ihren Corona-Impfungen - und wollen rechtlich gegen die Hersteller vorgehen. Über 200 Klagen liegen aktuell vor.

Gegen den Impfstoffhersteller Biontech liegen Klagen vor. - Foto: Lino Mirgeler/dpa
Gegen den Impfstoffhersteller Biontech liegen Klagen vor. - Foto: Lino Mirgeler/dpa

Mehr als 200 Schadenersatzklagen gegen Produzenten von Corona-Impfstoffen liegen einem Medienbericht zufolge bei den Gerichten in Deutschland. «Derzeit sind 209 Schadenersatzbegehren gegen die Hersteller von Covid-19-Impfstoffen vor Gericht anhÀngig», zitierte die «Welt am Sonntag» das Bundesgesundheitsministerium.

Am Montag verhandelt das Landgericht Rottweil ĂŒber die Klage eines 58-JĂ€hrigen gegen Biontech. Der Mann wirft dem Pharmahersteller vor, infolge der Corona-Impfung unter einer massiven Sehkraft-Verschlechterung auf dem rechten Auge zu leiden. Das Mainzer Unternehmen hĂ€lt den Vorwurf des Mannes fĂŒr unbegrĂŒndet.

Das Landgericht Hof in Bayern hatte im Januar die Klage einer Frau gegen Astrazeneca abgewiesen. Diese hatte nach starken gesundheitlichen Beschwerden, die sie auf eine Impfung mit dem Covid-19-Impfstoff des Unternehmens zurĂŒckfĂŒhrt, die Firma auf Schmerzensgeld und Schadenersatz verklagt. Das Gericht hatte seine Entscheidung damit begrĂŒndet, dass weder ein Produktfehler noch ein Informationsfehler im Zusammenhang mit dem Impfstoff festgestellt werden konnte. Mit der Berufung gegen die Entscheidung befasst sich im Juli nun das Oberlandesgericht Bamberg.

Bei der Corona-Impfstoffbeschaffung ĂŒber die EU war mit den Herstellern vereinbart worden, dass bei erfolgreichen Klagen die jeweiligen Mitgliedstaaten die EntschĂ€digungen sowie die Prozesskosten des Herstellers ĂŒbernehmen. Dies gilt laut einem Bericht des EuropĂ€ischen Rechnungshofs nur dann nicht, wenn SchĂ€den vorsĂ€tzlich, durch grobe FahrlĂ€ssigkeit oder Nichteinhaltung der in der EU geltenden guten Herstellungspraxis verursacht wurden.

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