Rukwied, MKS-EindÀmmung

Rukwied: MKS-EindÀmmung PrioritÀt Nummer eins

17.01.2025 - 07:47:43 | dts-nachrichtenagentur.de

Zu Beginn der GrĂŒnen Woche in Berlin hat der PrĂ€sident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, auf die immensen SchĂ€den durch den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche hingewiesen.

KĂŒhe (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
KĂŒhe (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Der Ausbruch dieser Seuche ist aufgrund der erheblichen wirtschaftlichen Folgen ein sehr schwerer Schlag ins Kontor unserer tierhaltenden Betriebe", sagte Rukwied der Mediengruppe Bayern. Er fĂŒgte hinzu: "Eine wichtige Botschaft ist, dass das Virus keine Gefahr fĂŒr die Menschen darstellt. Es ist fĂŒr den Verbraucher völlig unproblematisch." Laut Rukwied sind die Folgen fĂŒr die Tierhalter "noch nicht abzusehen, aber die SchĂ€den werden immens sein".

Derzeit verlören die Bauern die Möglichkeit, in MĂ€rkte außerhalb der EU zu exportieren, wie beispielsweise Großbritannien. "Daher ist es besonders wichtig, die MĂ€rkte innerhalb der EuropĂ€ischen Union offenzuhalten und den Zugang insbesondere zu Großbritannien wiederherzustellen. Es muss jetzt alles darangesetzt werden, die Seuche mit aller Kraft einzudĂ€mmen. Das ist jetzt PrioritĂ€t Nummer eins", sagte der BauernfunktionĂ€r. Er erwartet "ein entschiedenes Handeln von Bund und LĂ€ndern". Dennoch gehe die Landwirtschaft mit Optimismus in die GrĂŒne Woche. "Wir werden mit vielen Spitzenpolitikern aus Deutschland und der ganzen Welt ĂŒber Landwirtschaft und ErnĂ€hrungssicherung diskutieren. FĂŒr die Verbraucherinnen und Verbraucher ist es eine einzigartige Möglichkeit, neue Lebensmitteltrends zu probieren, zu schmecken, zu riechen", erklĂ€rte der BauernprĂ€sident. "Die GrĂŒne Woche ist ein echtes Erlebnis." Außerdem könnten sich die Kunden direkt bei Landwirten ĂŒber die nachhaltige Erzeugung von heimischen Lebensmitteln informieren. Rukwied fordert eine agrarpolitische Wende von der neuen Regierung. "Wir brauchen einen echten Neustart - nicht nur fĂŒr die Landwirtschaft. Wir mĂŒssen raus aus dem stĂ€ndigen Krisenmodus, mĂŒssen unsere StĂ€rken selbstbewusst einsetzen und mĂŒssen die Wirtschaft endlich von der massiv blockierenden BĂŒrokratie befreien." Als Hauptforderungen der Landwirte strich er "Planungssicherheit und WettbewerbsfĂ€higkeit innerhalb der EU" heraus. Dazu gehöre beispielsweise die Anhebung der AgrardieselrĂŒckerstattung auf altes Niveau. "Zudem mĂŒssen wir gerade in der jetzigen Situation, den Tierhaltern eine Perspektive geben und den gesamtgesellschaftlich gewĂŒnschten Umbau der Tierhaltung endlich ermöglichen", sagte er vor dem Hintergrund der Maul- und Klauenseuche.

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