HZA-AC, AuslÀndische

HZA-AC: AuslĂ€ndische TanksĂ€ule auf dem Lkw / Wie auslĂ€ndische Fuhrunternehmer von den niedrigeren Spritpreisen im Heimatland profitieren möchten und zu SteuersĂŒndern werden.

24.06.2025 - 09:46:05

Aachen - Bei der Kontrolle von auslĂ€ndischen KĂŒhlaufliegern stellen die Beamtinnen und Beamten des Aachener Zolls immer wieder Kraftstofftanks fest, die nicht zur Serienausstattung der Fahrzeuge gehören. Die Originaltanks mit einem Fassungsvermögen von circa 235 bis 245 Litern werden von den Fuhrunternehmern ausgebaut und durch Tanks ersetzt, die zwischen 550 und 800 Liter fassen. Die Firmen möchten auf diese Weise von den zumeist niedrigeren Kraftstoffpreisen in ihrem Heimatland profitieren. Wenn die Fahrerinnen und Fahrer in Deutschland oder anderen EU-LĂ€ndern nicht zutanken mĂŒssen, können die Unternehmen viel Geld einsparen. Beispielsweise zahlt eine tĂŒrkische Spedition daheim umgerechnet nur zwischen 56 und 70 Cent fĂŒr den Liter Diesel.

GrundsĂ€tzlich ist der in serienmĂ€ĂŸig verbauten Tanks befindliche Kraftstoff bei GrenzĂŒbertritt abgabenfrei. Anders verhĂ€lt es sich, wenn die SpritbehĂ€lter ausgetauscht wurden. Dann erlischt die Abgabenfreiheit, weil es sich nicht um einen HauptbehĂ€lter im Sinne der entsprechenden Verordnung handelt. Nun fallen sowohl die Energiesteuer als auch die Einfuhrumsatzsteuer an.

Steuerhinterziehung lohnt sich nicht.

Damit die "schwarzen Schafe" der Branche schlechter gestellt sind als ehrliche Transporteure, erhebt der Zoll bei der Nachversteuerung einen Zuschlag. Die Trefferquote ist hoch - im vergangenen Jahr entlarvten die Kontrollbeamtinnen und Kontrollbeamten zahlreiche SteuersĂŒnder und sicherten auf diese Weise bundesweit Energiesteuereinnahmen im sechsstelligen Bereich.

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