BPOLI, FahrrÀder BPOLI MD: FahrrÀder im Gleis: Erneut zwei FÀlle des gefÀhrlichen Eingriffs in den Bahnverkehr
11.03.2024 - 15:53:23
Stendal und Wolfen - Am Sonntag, den 10. MĂ€rz 2024 gegen 00:20 Uhr erhielt die Bundespoli-zei fernmĂŒndlich die Meldung durch die Notfallleitstelle der Bahn, dass eine Regionalbahn auf der Bahnstrecke von Oebisfelde nach Stendal ein im Gleis liegendes Fahrrad ĂŒberfahren hat. GlĂŒcklicherweise kam es zu keinen SchĂ€den am Triebfahrzeug. Eine sofort alarmierte Streife des Bundespolizeireviers Stendal verlegte zum Einsatzort und konnte einen Drahtesel auf der Strecke nahe der Ortslage Nahrstedt feststellen. Ăber die besagte Notfallleitstelle wurde eine Streckensperrung veranlasst und das Fahrrad aus den Gleisen geholt, sodass die Strecke kurze Zeit spĂ€ter wieder freigegeben werden konnte. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zu keinen ZugausfĂ€llen und VerspĂ€tungen. Kurze Zeit spĂ€ter, gegen 01:55 Uhr, erhielt die Bundespolizeiinspektion Magdeburg erneut Kenntnis durch die Leitstelle der Bahn, dass eine S-Bahn im Bereich des Bahnhofes Wolfen ein Fahrrad erfasst hatte. Daraufhin fĂŒhrte der TriebfahrzugfĂŒhrer, welcher von Leipzig nach Dessau unterwegs war, eine Gefahrenbremsung durch. GlĂŒcklicherweise wurde hierbei niemand verletzt. Der Mitarbeiter der Bahn rĂ€umte ein stark beschĂ€digtes Kinderfahrrad aus dem Gefahrenbereich und setzte seine Fahrt anschlieĂend bis zum Hauptbahnhof Dessau fort. Nach Ankunft des Zuges wurde dieser durch Bundespolizisten in Augenschein genommen. Bis auf leichte LackschĂ€den am Steuerfahrzeug, die die EinsatzkrĂ€fte fotografisch dokumentierten, konnten auch hier glĂŒcklicherweise keine gröĂeren SchĂ€den festgestellt werden. Am Einsatzort stellten die Bundespolizisten das Kinderfahrrad als Beweismittel sicher. Aufgrund des Einsatzes kam es hierbei bei zwei ZĂŒgen zu insgesamt 31 Minuten VerspĂ€tung. Die Bundespolizei hat in beiden FĂ€llen ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wegen des gefĂ€hrlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei erneut eindringlich darauf hin: Es handelt sich hierbei um kein Kavaliersdelikt. Bei Hindernisbereitungen auf den Gleisen kann es im schlimmsten Fall zu Entgleisungen der betroffenen ZĂŒge und damit zu schwerwiegenden Verletzungen der Nutzer der Bahn kommen. Die bisher unbekannten TĂ€ter begeben sich mit ihrem Handeln unbewusst in Lebensgefahr. Die ZĂŒge nĂ€hern sich fast lautlos an und können je nach Windrichtung oft sehr spĂ€t wahrgenommen werden. AuĂerdem geht von den vorbeifahrenden ZĂŒgen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen UnfĂ€llen fĂŒhren können. Auch in diesen beiden FĂ€llen bittet die Bundespolizei die Bevölkerung um UnterstĂŒtzung: Wer hat am 10. MĂ€rz kurz nach Mitternacht Fahrzeuge oder Personen in der NĂ€he der Gleise in der Ortslage Nahrstedt beziehungsweise am Bahnhof Wolfen gesehen, die mit den Taten in Verbindung gebracht werden könnten? Sachdienliche Hinweise werden in der Bundespolizeiinspektion Magdeburg (Tel.: 0391 / 56549 555), unter der kostenfreien Bundespolizei-Hotline (Tel.: 0800 / 6 888 000) oder bei jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen. WeiterfĂŒhrende Informationen können auch ĂŒber das Hinweisformular auf der Bundespolizei-Homepage www.bundespolizei.de gegeben werden.
RĂŒckfragen bitte an:
Bundespolizeiinspektion Magdeburg
Telefon: +49 (0) 391-56549-505
E-Mail: bpoli.magdeburg.oea@polizei.bund.de
http://www.bundespolizei.de
X: @bpol_pir
Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Magdeburg ĂŒbermittelt durch news aktuell
http://ots.de/5779fa