Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: FingerabdrĂŒcke belegen IdentitĂ€t - Mann muss ins GefĂ€ngnis
14.11.2023 - 14:48:52Von Montag auf Dienstag (13./14. November) hat die Bundespolizei bei Grenzkontrollen auf der StaatsstraĂe zwischen Kufstein und Kiefersfelden einen deutschen Staatsangehörigen verhaftet, der offenkundig der ReichsbĂŒrgerszene angehört. Der Mann war zu FuĂ unterwegs und wies sich mit einem Reisepass des "Deutschen Reichs" aus. Da es sich hierbei um ein Phantasiedokument handelt, wurde er der UrkundenfĂ€lschung beschuldigt. Die Beamten brachten ihn wenig spĂ€ter nach Bernau ins GefĂ€ngnis. Dort wird er die nĂ€chsten Monate bleiben mĂŒssen.
Als der 32-JÀhrige in der Nacht nahe des Kiefersfeldener Ortseingangs kontrolliert werden sollte, ignorierte er die Bundespolizisten zunÀchst. Erst nach mehrfacher Aufforderung, stehen zu bleiben, hielt er an. Doch er wollte weder nÀhere Angaben zu seiner nÀchtlichen Wanderung noch zu sich selbst machen. Der von ihm ausgehÀndigte Pass, der ihn als Angehörigen des "Deutschen Reichs" ausweisen sollte, war zweifelsfrei nicht echt. Wegen des Verdachts der UrkundenfÀlschung wurde er vorlÀufig festgenommen.
Mithilfe seiner FingerabdrĂŒcke konnte die Rosenheimer Bundespolizei seine IdentitĂ€t belegen. Damit stellte sich auch heraus, dass der gebĂŒrtige Rosenheimer mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Demnach war er bereits 2020 vom Rosenheimer Amtsgericht wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Seine Justizschulden in Höhe von rund 9.700 Euro einschlieĂlich Verfahrenskosten hatte er aber bislang nicht beglichen. Auch nach seiner Festnahme durch die Bundespolizei war er nicht in der Lage, die geforderte Summe zu zahlen. Daher wurde er fĂŒr die vom Gericht ersatzweise festgesetzte Dauer von 132 Tagen in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert. In den kommenden Monaten kann er sich hinter "Schloss und Riegel" darauf einstellen, dass er sich voraussichtlich auch noch wegen Urkundendelikts zu verantworten hat.
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