Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Gewaltdelikte und TĂ€tliche Angriffe gegen Bundespolizisten sowie Festnahme eines Diebes und eines Entwichenem
30.10.2023 - 08:20:09* Ein 27-jĂ€hriger Fahrscheinloser, der sich weigerte beim Endhalt im Hauptbahnhof eine Regionalbahn zu verlassen, griff Beamte tĂ€tlich an und bespuckte diese. Kurz nach Mitternacht zum Sonntag rief ein Zugbegleiter der RB 55 (Holzkirchen - MĂŒnchen) die Bundespolizei. Ein Mann ohne Fahrschein wollte sich nicht ausweisen. Am Gleis 33 des Hauptbahnhofes MĂŒnchen schlief der 27-RumĂ€ne im hinteren Zugteil der Bayerischen Regiobahn als die Beamten hinzukamen. Er wurde von einer Beamtin geweckt. Der RumĂ€ne zeigte sich sofort unkooperativ, aggressiv und ging nicht auf die Ansprachen der Beamten ein. Zudem verweigerte er die Herausgabe von IdentitĂ€tspapieren und Ă€uĂerte, die Beamten schlagen zu wollen. Mehrfachen Aufforderungen aufzustehen und den Zug zu verlassen kam der 27-JĂ€hrige nicht nach. Als die Beamten ihn am Arm ergriffen, wehrte er sich heftig und versuchte sich festhalten. U.a. versuchte er auch nach der Schusswaffe eines Beamten zu greifen, was jedoch misslang. Nur unter Anwendung massiver Kraftaufwendung konnte er ĂŒberwĂ€ltigt und gefesselt zur Dienststelle verbracht werden. Bei der ĂberwĂ€ltigung bespuckte er Beamte und biss einem zudem ins Knie. Dieser wurde leicht verletzt, blieb jedoch dienstfĂ€hig. Da der Wohnsitzlose eine freiwillige Atemalkoholkontrolle verweigerte, wurde eine Blutentnahme - ebenso wie die VorfĂŒhrung vor einem Ermittlungsrichter am Folgetag - von der Staatsanwaltschaft angeordnet. Auf dem Weg zur Rechtsmedizin kam es erneut zu Spuckattacken gegen Beamte. Da der RumĂ€ne meinte, ihm sei der Arm gebrochen worden, wurde ein Arzt hinzugezogen. Dieser konnte jedoch keine Verletzung feststellen. Gegen den 27-jĂ€hrigen RumĂ€nen ermittelt die Bundespolizei nun wegen Leistungserschleichung, Beleidigung, Körperverletzung und Widerstand sowie tĂ€tlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte.
** Gegen 16:10 Uhr konsumierte ein 41-jĂ€hriger Italiener vor der Wache der Bundespolizei am Gleis 26 des Hauptbahnhofes MĂŒnchen zusammen mit anderen Alkohol. Mehrfachen Aufforderungen die Ărtlichkeit zu verlassen kam er, im Gegensatz zu seinen Mittrinkern, nicht nach. Als er ausgesprochene Platzverweise ebenfalls ignorierte, ergriffen ihn Beamte an den Armen um ihn wegzufĂŒhren. Dabei leistete er Widerstand und griff die Beamten tĂ€tlich an. Einen Beamten trat er dabei gegen den Oberschenkel, dieser wurde leicht verletzt, blieb jedoch dienstfĂ€hig. Die Bundespolizei ermittelt gegen den 41-JĂ€hrigen wegen tĂ€tlichen Angriffs und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung, da er eine Beamtin mit ehrverletzenden Begriffen versah. Bei der fahndungsmĂ€Ăigen ĂberprĂŒfung der Personalien des Italieners wurde eine Aufenthaltsermittlung wegen einer Straftat in Italien festgestellt. Zudem wurde gegen ihn in Deutschland bereits wegen Verwendung von verfassungsfeindlichen Kennzeichen ermittelt. Eine Atemalkoholkontrolle verweigerte der sichtlich Alkoholisierte. Die Staatsanwaltschaft MĂŒnchen I entschied auf HaftrichtervorfĂŒhrung.
*** In fĂŒnf FĂ€llen musste die Bundespolizei im Hauptbahnhof MĂŒnchen (in den meisten wegen zum Teil erheblicher Alkoholwerte) bei Gewaltdelikten einschreiten und Anzeigen gegen mehrere Personen wegen Körperverletzungen erstellen. Um 01:00 Uhr gerieten ein 21-jĂ€hriger Pole (1,9 Promille) und ein 31-jĂ€hrige RumĂ€ne aneinander. Gegen 03:10 Uhr kam es zwischen zwei 20 bzw. 21 Jahre alten Deutschen untereinander zu körperlichen Attacken. Atemalkoholwerte hier 0,83 bzw. 0,84 Promille. Kurz nach 05:10 Uhr gerieten vier Personen, zwei Deutsche (19 und 20) und zwei Afghanen (27 und 28), aneinander. Hier lagen die Atemalkoholwerte zwischen 1,08 und 1,9 Promille). Um 13:10 Uhr kam es zwischen einem 31-jĂ€hrigen RumĂ€nen und einem 45 Eritreer zu körperlichen Auseinandersetzungen. Gegen 16:40 Uhr gerieten in der Bahnhofsmission eine 50- und eine 30-JĂ€hrige aneinander (beide Deutsche). Die 30-JĂ€hrige erlitt dabei eine Platzwunde am Kopf. Sie wurde mit Verdacht auf ein SchĂ€delhirntrauma in eine Klinik eingeliefert. In allen fĂŒnf FĂ€llen (alle Beteiligten blieben auf freiem FuĂ) mĂŒssen die genaue UmstĂ€nde, warum es zum Streit kam und dieser jeweils tĂ€tlich endete, ausermittelt werden.
**** Ein mit 1,72 Promille alkoholisierter 34-jĂ€hrige Kroate entwendete zum widerholten Male Lebensmittel aus einem LadengeschĂ€ft im Hauptbahnhof MĂŒnchen. Bereits am 22. Oktober war dabei vom Ladendetektiv dreimal beobachtet, jedoch wegen schneller Flucht nie gefasst worden. Nun wurden ihm 14 Flaschen Bier zum VerhĂ€ngnis (Schadenshöhe: 97,35 Euro). Da Bundespolizisten in der Kleidung des bereits mehrfach einschlĂ€gig auffĂ€lligen Kroaten bei der Durchsuchung in dessen Jackeninnentasche einen spitzen Schraubenzieher und in der JackenauĂentasche ein scharfkantiges ReinigungsgerĂ€t fĂŒr Ceran-Kochfelder auffanden, wird gegen ihn wegen Diebstahls mit Waffen ermittelt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft blieb der bereits wegen BetĂ€ubungsmittelbesitz, Bedrohung, SachbeschĂ€digung und Körperverletzung straffĂ€llig Gewordene auf freiem FuĂ.
***** Im Rahmen einer Personenkontrolle wurde bei einem gegen 14 Uhr kontrollierten 27-jÀhrigen Eritreer eine Fahndungsausschreibung zur Festnahme (Grund: entwichener Strafgefangener) festgellt. Der Gesuchte wurde von Bundespolizisten festgenommen und aufgrund eines gerichtlichen Unterbringungsbeschlusses in das Isar-Amper-Klinikum nach Haar verbracht.
Das anhÀngende Symbolbild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz "Bundespolizei" im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.
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Wolfgang Hauner
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Die Bundespolizeiinspektion MĂŒnchen ist zustĂ€ndig fĂŒr die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im gröĂten deutschen S-Bahnnetz mit
ĂŒber 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum
rĂ€umlichen ZustĂ€ndigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion MĂŒnchen
gehören drei der vier gröĂten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis MĂŒnchen die benachbarten
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Freising, FĂŒrstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.
Sie finden unsere Wache im MĂŒnchner Hauptbahnhof unmittelbar neben
Gleis 26. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof in MĂŒnchen und der
Dienstsitz fĂŒr die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst
befindet sich in der DenisstraĂe 1, rund 700m fuĂlĂ€ufig vom
Hauptbahnhof entfernt. Zudem gibt es DienstrÀume in Pasing und
Freising.
Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 - 1111 zu
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