Bundespolizeidirektion München: Haftbefehle vollstreckt, Straftaten aufgedeckt und Fluchtversuch gestoppt
02.06.2026 - 07:55:09 | presseportal.de
Darüber hinaus stellten die Beamten von Freitag bis Sonntag mehrfach unerlaubte Einreisen fest und leiteten 16 Strafverfahren alleine im Zusammenhang mit Suchtmitteln ein. Zudem wurden zahlreiche weitere Straftaten und Ordnungswidrigkeiten festgestellt, darunter Verstöße gegen das Waffen- und Straßenverkehrsgesetz.
Am Samstagabend, den 30. Mai 2026 wollten Unterstützungskräfte der Bundespolizeiabteilung Blumberg am Grenzübergang Schwarzbach auf der A 8 in Bad Reichenhall einen 41-jährigen ungarischen Staatsangehörigen als Fahrer eines PKW kontrollieren. Nachdem der Mann sein Fahrzeug zunächst am Kontrollplatz angehalten hatte, beschleunigte er unvermittelt und setzte seine Fahrt auf der Autobahn fort. Die eingesetzten Beamten nahmen umgehend die Verfolgung auf. Kurze Zeit später konnte der Mann gestoppt und kontrolliert werden. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich der Grund seiner Flucht schnell heraus: Gegen den 41-Jährigen lagen zwei Vollstreckungshaftbefehle sowie ein Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaften Chemnitz und Dresden vor. Darüber hinaus bestanden vier weitere Fahndungsnotierungen zur Aufenthaltsermittlung der Staatsanwaltschaft Chemnitz. Die Beamten nahmen den Mann vor Ort fest. Nach der Vorführung beim Richter wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Bereits am Samstagnachmittag wurden die Beamten des Bundespolizeireviers Mühldorf zu einem Einsatz am Bahnhof Mühldorf gerufen. Nach einer Mitteilung über eine alkoholisierte Person im Gleisbereich trafen die Einsatzkräfte auf einen deutlich alkoholisierten 16-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen. Der Jugendliche war den Beamten bereits polizeilich bekannt. Aufgrund seiner Minderjährigkeit und seiner Alkoholisierung sollte der 16-Jährige zur Dienststelle verbracht und anschließend seiner Mutter übergeben werden. Damit zeigte er sich jedoch nicht einverstanden. Während der Mitnahme leistete er Widerstand, sodass die Beamten ihn zu Boden bringen und fesseln mussten. Zudem beschädigte er einen Sitz eines Dienstfahrzeugs der Bundespolizei. Nach Abschluss der erforderlichen Sachbearbeitung wurde der Jugendliche seiner Mutter übergeben. Nun muss sich der 16-jährige unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Sachbeschädigung sowie wegen unbefugten Aufenthalts im Gleisbereich verantworten. Darüber hinaus sprach die Südostbayernbahn gegen ihn ein vorrübergehendes Hausverbot für den Bahnhof Mühldorf aus.
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