Kriminalität, Polizei

Bundespolizeidirektion München: Kesselwagen mit Gefahrgut entgleist / Kein Gefahrgut-Austritt bei Bahnunfall / Auswirkungen auf Bahnbetrieb gravierend / Gesamtschaden in Millionenhöhe

01.01.2026 - 10:44:20

Raubling / Rosenheim - Auf der Zugstrecke zwischen Rosenheim und Kufstein ist am Mittwochnachmittag (31. Dezember) ein Waggon eines Güterzugs entgleist. Es handelte sich um einen Gefahrgut-Transport. Der Lokführer brachte den Zug auf Höhe Raubling zum Stehen. Es kam laut Feuerwehr zu keinem Gefahrgutaustritt. Der Bahnunfall hat gravierende Auswirkungen auf den Bahnbetrieb nach sich gezogen.

Der mit einem giftigen und leicht entzündlichen Stoff beladene Kesselwagen war trotz der Entgleisung nicht umgekippt. Nach ersten Erkenntnissen fuhr der betroffene Waggon mit seinem entgleisten Drehgestell von Rosenheim kommend über mehrere Kilometer jenseits der Schienenstränge auf dem Gleiskörper. Hierdurch wurden in diesem Abschnitt nach ersten Erkenntnissen unter anderem Schienen und Schwellen erheblich beschädigt. Der Gesamtschaden dürfte Schätzungen zufolge in Millionenhöhe liegen.

Da der entgleiste Kesselwagen in das gegenüberliegende Gleis hineinragte, war zunächst eine vollständige Streckensperrung und damit verbunden eine vorübergehende Einstellung des Zugverkehrs zwischen Rosenheim und Kufstein unabdingbar. Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Nachdem der verunfallte Wagen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag von dem Rest des Güterzuges getrennt und anschließend mittels Spezialbergegerät aus dem Bereich des Gegengleises gehoben werden konnte, wurde zumindest ein eingeschränkter einseitiger Bahnbetrieb wieder möglich. Ob sich die notwendigen Reparaturarbeiten tage- oder gegebenenfalls sogar wochenlang hinziehen werden ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Die Ursachen, die zu diesem Unfall geführt hatten, können laut der Bundespolizei in Rosenheim derzeit noch nicht benannt werden. Vielmehr würden die aufgenommenen Ermittlungen voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen.

An der Unfallstelle waren neben dem Notfallmanagement der Bahn und der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung die Feuerwehr Raubling, die Polizeiinspektion Brannenburg sowie die Bundespolizeiinspektion Rosenheim eingesetzt. Um Schäden am Gleiskörper ausfindig zu machen, liefen Bundespolizisten den Streckenabschnitt in Richtung Rosenheim ab, unterstützt von der Feuerwehr Kiefersfelden, die mit einer Drohne die Absuche aus der Luft übernommen hatte. Noch während der Unfallaufnahme der Einsatzkräfte vor Ort meldeten sich mehrere Anwohner, die ihre Autos in der Nähe des Gleisbereichs abgestellt hatten, bei Landes- und Bundespolizei. Den Mitteilern zufolge hätten umherfliegende Schottersteine, die offenkundig von dem entgleisten Drehgestell aus dem Gleis geschleudert worden waren, ihre Pkw getroffen und beschädigt. Die Bundespolizei in Rosenheim bittet Personen, die ebenfalls von derartigen Schäden betroffen sind, diese unter der Rufnummer 08031/80262102 mitzuteilen.

Rückfragen bitte an:

Dr. Rainer Scharf

Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle
Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim

Telefon: 08031 8026-2200
E-Mail: rainer.scharf@polizei.bund.de
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de
Internet: www.bundespolizei.de | X: bpol_by

Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie
über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de
sowie unter www.x.com/bpol_by .

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München übermittelt durch news aktuell

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