Bundespolizeidirektion, MĂŒnchen

Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Mit City-Roller im Zwischengeschoss - Schnellbremsung nach nötigendem Zustiegsversuch - Fundsache löste Spezialeinsatz aus - Person im Gleis

26.11.2023 - 10:07:36

MĂŒnchen - Am Samstag (25. November) griff ein 31-JĂ€hrige, der mit einem City-Roller im Hauptbahnhof fuhr, DB-Sicherheitsmitarbeiter tĂ€tlich an. Ein uneinsichtiger 89-JĂ€hriger zwang einen Regionalzug im Hauptbahnhof zur Schnellbremsung, da er noch einsteigen wollte, obwohl der RE bereits angefahren war. Aufgrund des Verhaltens von Reisenden besahen sich SpezialkrĂ€fte der Bundespolizei ein GepĂ€ckstĂŒck im Bahnhof Pasing nĂ€her. In Unterhaching löste ein im Gleis befindlicher Alkoholisierter am Sonntag (26. November) einen Einsatz aus.

Cityroller:

Gegen 16 Uhr hielt eine Streife der Deutsche Bahn Sicherheit im Zwischengeschoss des Hauptbahnhofes MĂŒnchens einen 31-jĂ€hrigen an, der mit einem City-Roller durch das stark frequentierte Zwischengeschoss fuhr. Auf Ansprache dies zu unterlassen, reagierte der Wohnsitzlose gegenĂŒber den beiden DB-Mitarbeitern zunĂ€chst aggressiv, dann versuchte er nach beiden Security zu schlagen. Die SchlĂ€ge konnten abgewehrt werden. Versuche des mit 0,06 Promille Alkoholisierten nach den Sicherheitsmitarbeitern zu treten, misslangen ebenfalls. Gegen den 31-JĂ€hrigen wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten Körperverletzung eingeleitet.

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass das Befahren von Bahnsteigen und Bahnhöfen mit Rollern, Skateboards oder FahrrÀdern verboten ist.

Schnellbremsung:

Gegen 20:00 Uhr musste der TriebfahrzeugfĂŒhrer des RE 5 eine Schnellbremsung im Hauptbahnhof MĂŒnchen einleiten. Im Spiegel erkannte er bei der Ausfahrt am Gleis 9 wie ein 89-jĂ€hriger Deutscher versuchte in den anfahrenden Zug zu gelangen. Daraufhin leitete er eine Schnellbremsung ein, dabei wurden weder FahrgĂ€ste noch Bahnbedienstete verletzt. Als der Zug zuvor bereits abgefertigt und die TĂŒren verriegelt waren, wollte der Kiefersfeldener trotzdem noch zusteigen. Er erklĂ€rte dem TriebfahrzeugfĂŒhrer, dass er unbedingt noch mitfahren wolle, da er nicht bereit sei auf den nĂ€chsten Zug Richtung Rosenheim zu warten. Als der Zug in Richtung Kufstein anrollte, versuchte der am Bahnsteig stehende uneinsichtige 89-JĂ€hrige trotzdem zuzusteigen. Um Verletzungen des Mannes zu vermeiden, leitete der genötigte TriebfahrzeugfĂŒhrer eine Schnellbremsung ein. Gegen den 89-JĂ€hrigen wurden von der Bundespolizei Ermittlungen wegen des Verdachts eines gefĂ€hrlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Letzten Endes musste er mit einem Folgezug die Heimreise antreten.

Die Bundespolizei warnt davor, bei abgefertigten ZĂŒgen und geschlossenen TĂŒren noch den Versuch zu unternehmen einzusteigen, stets liegt eine hohe EigengefĂ€hrdung vor.

Spezialeinsatz wegen Fundsache:

Kurz nach 5 Uhr wurden SpezialkrĂ€fte zu einem herrenlosen Rucksack am Bahnhof Pasing gerufen. Ermittlungen ergaben, dass drei Personen das GepĂ€ckstĂŒck am Eingang des unbesetzten DB-Reisezentrums abstellten, mit einem Handy den Rucksack fotografierten, das Telefon danach in das GepĂ€ckstĂŒck steckten und sich entfernten. Danach verließ die Gruppe den Bahnhof MĂŒnchen Pasing. Aufgrund der Abstellsituation wurden SpezialkrĂ€fte der Bundespolizei hinzugezogen. Eine Auswertung verlief ohne AuffĂ€lligkeiten, so dass keine Gefahr fĂŒr Reisende bestand. Im Rucksack wurde Kleidung sowie ein Aufenthaltstitel festgestellt. Der Inhaber des Aufenthaltstitels stimmte augenscheinlich nicht mit den Personen aus der Dreier-Gruppe ĂŒberein. Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Rucksack als Fundsache vor dem DB-Reisezentrum abgestellt worden war.

Die Bundespolizei bittet mitgenommene Fundsachen unmittelbar an Mitarbeiter von Eisenbahnunternehmen zu geben oder unverzĂŒglich die Bundespolizei zu informieren. Keinesfalls ist - auch wenn es gut gemeint erscheint, damit gedient, GepĂ€ckstĂŒcke unbeaufsichtigt abzustellen.

Person im Gleis:

Einen 25-jĂ€hrigen Deutschen musste die Bundespolizei am frĂŒhen Sonntagmorgen am S-Bahnhaltepunkt Unterhaching aus den Gleisen holen. Bahnmitarbeiter hatten den mit 2,64 Promille Alkoholisierten gegen 03:35 Uhr im auswĂ€rtigen Schienenstrang erkannt. GegenĂŒber den Beamten Ă€ußerte der Mann aus Göggingen, östliche SchwĂ€bische Alb, dass er betrunken sei und nach Hause wolle. Zu GefĂ€hrdungen des Bahnbetriebs war es nicht gekommen. Der 25-JĂ€hrige wurde wegen des unbefugten Aufenthaltes im Gleisbereich mit 25 Euro gebĂŒhrenpflichtig verwarnt. War der 25-JĂ€hrige zunĂ€chst noch einsichtig und stimmte er der Verwarnung zu, verhielt er sich zunehmend aggressiv. Immer wieder beschwerte er sich, von den Beamten in Ruhe gelassen zu werden um seinen Heimweg antreten zu können. Ob der "illegale GleisgĂ€nger" direkt nach Baden-WĂŒrttemberg wollte, oder eine SchlafstĂ€tte in der NĂ€he aufsuchen wollte, ist nicht bekannt.

Das anhÀngende Symbolbild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz "Bundespolizei" im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.

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Wolfgang Hauner
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befindet sich in der Denisstraße 1, rund 700m fußlĂ€ufig vom
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