Kriminalität, Polizei

Bundespolizeidirektion München: Nigrischer Honigtransport oder organisierte Schleusung? / Bundespolizei beschuldigt Nigrer der Schleuserei

24.11.2025 - 13:59:32 | presseportal.de

Rosenheim - Die Bundespolizei hat am Sonntag (23. November) am Bahnhof in Rosenheim vier nigrische Staatsangehörige festgenommen. Die Männer waren zuvor mit einem Zug von Österreich nach Deutschland gefahren. Eigenen Angaben zufolge hätten sie sich wegen einer Honiglieferung aus ihrem Heimatland getroffen. Die Beamten stießen bei der Durchsuchung aber weder auf Honig noch auf die für die Einreise erforderlichen Papiere und beschuldigten zwei der vier Migranten sogar des Einschleusens von Ausländern.

Bundespolizeidirektion München: Nigrischer Honigtransport oder organisierte Schleusung? / Bundespolizei beschuldigt Nigrer der Schleuserei - Foto: presseportal.de

Wie sich herausstellte, sind die zwei mutmaßlichen Schleuser im Alter von 27 und 36 Jahren in der Vergangenheit in Deutschland als Asylbewerber in Sachsen-Anhalt gemeldet gewesen. Für das Zusammentreffen mit ihren 33- und 36-jährigen Landsleuten, die zuvor in Italien registriert worden waren, hatte einer von ihnen spontan eine Erklärung: Sie hätten sich treffen wollen, um eine Übergabe von Honig aus dem Niger zu arrangieren. Für einen solchen "Honigtransport" fanden die Bundespolizisten keinerlei Anhaltspunkte. Ebenso wenig konnten sie Einreisepapiere finden - weder bei den Migranten aus Italien noch bei den Asylbewerbern aus Deutschland. Vielmehr geht die Rosenheimer Bundespolizei davon aus, dass vermeintlichen "Honigtransporteure" von den anderen Afrikanern abgeholt wurden, um sie zu einem Bestimmungsort in Deutschland zu lotsen.

Alle vier Nigrer wurden jeweils wegen eines illegalen Einreiseversuchs angezeigt. Gegen die offenkundigen Abholer leitete die Bundespolizei zudem Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern ein. Beide wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen den für sie zuständigen Ausländerbehörden zugeleitet, die über deren weiteren Verbleib im Land zu entscheiden haben. Die offenbar geschleusten Männer mussten das Land wieder verlassen. Sie wurden nach Österreich zurückgewiesen.

Rückfragen bitte an:

Dr. Rainer Scharf

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Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie
über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de
sowie unter www.x.com/bpol_by .

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München übermittelt durch news aktuell

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